Test Flatout 2

von Daniel Frick (12. Juli 2006)

Im Januar 2005 überraschten die finnischen Entwickler von "Bugbear" mit dem erfrischend anspruchslosen Fun Racer "Flatout". Der Titel entwickelte sich nicht zuletzt wegen positiver Kritik in der Fachpresse zu einem echten Geheimtip. Nun knüpft man mit einem neuen Vertriebspartner an das Erfolgskonzept an. Die Frage ist: Ist die Fortsetzung ein würdiger Nachfolger?

Beim Derby geht´s staubig zuBeim Derby geht´s staubig zu

(K)ein neues Konzept?

Im Vorgänger wurden vor allem die Qualitäten eines echten Arcade-Rennspiels gelobt, die Atmosphäre und der Adrenalinkick Kritik gab es nur wenig. Um so wichtiger genau hinzusehen: Was hat sich beim Nachfolger verändert. Nun, eigentlich sehr wenig. Das Spielprinzip ist weitestgehend das gleiche geblieben: In den drei Klassen Derby, Rennen und Straße kämpft man sich durch mehrere Meisterschaftslevels. Für gewonnene Rennen erhält man Geld, jedoch auch für möglichst destruktive Aktionen. Neben dem Konto füllt man nämlich durch Rempeln, Crashen und Niederwalzen seinen Nitro-Booster, der wiederum sehr wichtig ist, um das Rennen zu gewinnen. Gewonnene Meisterschaften schalten neue Spielmodi und neue Autos frei. Hier hat sich eigentlich am meisten getan: Sowohl die Anzahl der Strecken und Autos als auch die der Minispiele hat sich quantitativ deutlich erhöht.

Beim Destruction-Derby...Beim Destruction-Derby...

Minispiele

Wir erinnern uns an "Flatout": Der Wagen wird nicht von einem Fahrer aus Fleisch und Blut gesteuert, sondern von einem Crash-Test-Dummy. Dieser kann sowohl im regulären Rennen (was einen Zeitverlust bedeutet) als auch in den zahlreichen Minispielen durch die Scheibe befördert werden. Im Vorgänger waren dann die Spiele vor allem auf Dummywurf in Höhe und Weite beschränkt. Nun kann man neben den Klassikern auch Kegeln (mit dem Dummy als Kugel), Fußball spielen, Darts spielen, Pokern und vieles mehr. Insgesamt stehen 12 Minigames zur Verfügung. Das Prinzip ist immer gleich: Auf Knopfdruck wählt man einen "Schusswinkel", der beim loslassen des Knopfes ausgelöst wird. Nach etwas Übung hat man den Bogen raus und wird zum Meister des Hochsprungs oder Kegelns. Vor allem im Multiplayer-Modus machen diese Minispiele Laune, auch wenn sie mit der Dauer trotz Auswahl etwas an Abwechslung vermissen lassen. Im ebenfalls aus dem Vorgänger bekannten "Destruction"-Modus gilt es in einer Arena aus 8 Wagen als letzter unzerstört die Schlacht zu überstehen. Mein persönlicher Favorit, der ebenfalls im Umfang auf 12 Destruction-Arenen erweitert wurde.

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