Wenn Soldaten sterben kommen keine Bürger nach (Siedler 4)

Hi Leute,

in Siedler 4 ist es ja immer so, dass man wenn z.B. 50 Soldaten sterben, ein neues großes Haus bauen muss. Aber in jedem normalen Spiel ist es doch so, dass die freien Bürger dann aus den Häusern wieder nachkommen, nachdem die Soldaten tot sind? Haltet ihr das für einen Bug oder gibt es irgendwo einen Fix dafür? Das ist der einzige Grund warum ich auf das gute alte Spiel keinen Bock mehr habe.

Frage gestellt am 05. Juni 2012 um 00:31 von Rostgnom

5 Antworten

Bei Siedler IV ist es tatsächlich so, dass du für alle neuen Siedler, den du brauchst, ein neues Haus bauen musst.

Wenn diese dann zu Soldaten werden, brauchen sie zwar keine Unterkunft (= Betten) mehr, aber sie sind immer noch dieselben Siedler aus diesem Haus. Sollte jetzt ein Soldat sterben, kommt logischerweise KEIN neuer Siedler aus dem Haus.

Das ist weder ein Bug noch gibt es einen Fix dafür - so ist das Spiel eben. Die Häuserproblematik (Bauort-Platzproblem, viele Baurohstoffe) ist absichtlich so eingebaut und ein Schwierigkeitsmerkmal bei Siedler IV. Wenn man das "behebt", fehlt ein wichtiger Bestandteil.

Das einzige, wo Siedler beim Tod eines Soldaten nachkommen können, ist, wenn man zu viele Siedler auf der Karte hat. Siedler IV unterstützt nur eine bestimmte Menge an Objekten auf der Karte. Wenn dieser Wert erreicht wird, kommen aus einem fertigen Wohnhaus keine Siedler mehr, sondern warten, bis der nächste Siedler von der Karte verschwunden ist. In einem deartigen Fall einfach den Gegner dezimieren.

Also ist diese Sache doch eigentlich nicht so dramatisch, dass man das ganze schöne Spiel nicht mehr mag. Jedes Spiel hat seine Tücken und Schwierigkeiten, Siedler IV eben unter anderem diese.

Viel Erfolg!

Antwort #1, 05. Juni 2012 um 09:05 von Acht1Zett

Ergänzen könnte man noch, daß überzählige Häuser abgerissen werden können. Schau in deine Einwohnerstatistik, dort stehen in der untersten Zeile die Gesamtzahl an Trägern und freien Siedlern, und die Zahl der Betten. Hast du z.B. 250 Betten für 178 Träger und freie, kannst du ein großes Wohnhaus abreißen. Reißt du mehr Häuser ab, gehen Träger in den Streik. Das ist aber auch nicht weiter schlimm; die Zahl der Streikenden reduziert sich automatisch, so wie du neue Betriebe baust oder Soldaten oder andere Einheiten rekrutierst.

Antwort #2, 09. Juni 2012 um 10:30 von wetterhex

Hierzu ergänzen könnte man noch, dass ein abgerissenes Wohnhaus zwar die Hälfte der Rohstoffe, die es für den Bau benötigt hat, wieder bringt. Aber das schafft weder sofort Platz, da die Rohstoffe erst abtransportiert werden müssen. Dies geschieht im Normalfall nur sehr langsam bis gar nicht, da erst die fertigen Steine und Bretter von den Betrieben geholt werden.

Außerdem ist die Anzahl der verbauten Rohstoffe für die Kampfwerte der Soldaten verantwortlich, also wie viel Prozent Kampfkraft die Soldaten im gegnerischen und ab 100% auch im eigenen Territorium besitzen. In dieser Wertung macht ein großes Wohnhaus (je nachdem, weil groß die Kampfkraft schon ist) zwischen 0,5% und 1,5% aus.

Damit lässt sich sagen, dass, wenn man nicht nur frei siedelt, sondern einen Gegner hat, die Wohnhäuser nach Möglichkeit stehen bleiben sollten. Ansonsten muss man das ganze Gold, das besser in Krieger investiert werden sollte, für den Bau von Zierobjekten verwenden.

Antwort #3, 09. Juni 2012 um 12:35 von Acht1Zett

;-) man lernt nie aus. Das mit der Kampfkraft hatte ich vergessen. Baustofflager sorgen für Abhilfe, was herumliegendes Material angeht. Das Gold habe ich eher in Zierobjekte gesteckt - die bleiben einem erhalten und gelten für alle Soldaten, während das Gold, das ich in einen Krieger investiere, futsch ist, wenn er fällt. :-(

Antwort #4, 10. Juni 2012 um 00:06 von wetterhex

Danke für die vielen Antworten!

Ich bin einfach in jedem Strategiespiel jemand, der total auf Expansion aus ist und sich total größenwahnsinnig sofort auf jedem Ressourcenplatz ausbreitet, und das funktioniert in jedem Strategiespiel eigentlich gut, solange ich keine Platzprobleme habe. Und da sich diese in Siedler nicht einmal in näherer Zeit durch Abreißen von Gebäuden ergibt (das mit den Vorratslagern, in die die Baustoffe transportiert werden, geht nur, solange diese nicht voll sind :/), ist Siedler mittlerweile echt kein Spiel mehr für mich...

Mag sein, dass das als zusätzlicher "Schwierigkeitsgrad" gedacht ist, aber ich halte es für total unsinnig und entgegen jeder Philosophie anderer Aufbauspiele. Alle meine Freunde, die auch noch Siedler 4 zocken, verstehen nicht, warum ich mich darüber so aufrege, aber die haben auch nicht wie ich nach 20 Minuten die ganze Map besetzt und keinen Platz mehr um neue Häuser zu bauen.

Antwort #5, 11. Juni 2012 um 22:41 von Rostgnom

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