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86

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Detailbewertung

Grafik: starstarstarstarstar 4.3
Sound: starstarstarstarstar 4.0
Steuerung: starstarstarstarstar 3.4
Atmosphäre: starstarstarstarstar 4.4
Jetzt eigene Meinung abgeben 2 Meinungen Insgesamt

93

joammadeus

11. August 2012PS2: Kniffliges Action-Abenteuer ohne Analog-Stick

Von (6):

Killer 7 gehört zweifelsfrei zu den ungewöhnlichsten Spielen, die das PS2-Sortiment zu bieten hat, und zwar in vielerlei Hinsicht.

Da wäre zunächst einmal eine verrückte Story: Sämtliche internationale Konflikte sind aufgelöst worden, die Menschheit lebt in Frieden. Dem Terroristen Kun Lan gefällt das allerdings nicht. Um Chaos zu stiften, entwirft er die Heavenly Smiles, Monster, die bei Kontakt explodieren und sich weltweit verbreiten sollen. Der einzige, der die Welt jetzt noch retten kann, ist Harman Smith, ein alternder Attentäter. Er ist eine gespaltene Persönlichkeit und kann sich nach Bedarf in einen von sieben anderen Auftragsmördern verwandeln, jeder mit individuellen Fähigkeiten ausgestattet. Sie bilden die Killer 7, deren Auftrag die Vernichtung der Heavenly Smiles ist.

Noch interessanter als die Story sind Game Play und Grafik. Killer 7 wirkt optisch wie ein digitaler Comic. Oft ist die polygonale Darstellung der Charaktere und der Umgebung eckig und kantig, was durchaus gewollt ist. Einige Zwischensequenzen sind sogar rein per Hand gezeichnete Mini-Animes.
Die Steuerung ist überraschend simpel, denn das Spiel macht nie Gebrauch von den Analog-Sticks. Ja, richtig gelesen, man verwendet zum Steuern nur die Pfeiltasten. Wie bei einem Railshooter sind die Wege, auf denen man sich bewegt, schon vorgegeben. Der Blickwinkel wechselt von der Third- zur First-Person-Perspektive, wenn man mit der Waffe auf die Heavenly Smiles feuert. Die gibt es in verschiedenen Variationen und einige können nur von bestimmten Killern eliminiert werden. Häufiges wechseln zwischen den Figuren ist also an der Tagesordnung, kann jedoch bequem zu jeder Zeit erfolgen. Das von Gegnern hinterlassene Blut wird zum Aufleveln der Fähigkeiten der Killer verwendet. Außer den Gefechten bilden knifflige Rätsel den zweiten Hauptaspekt des Spiels.

Fazit: Killer 7 wird nicht jeden überzeugen, aber wer Lust auf etwas Unkonventionelles hat, sollte dem Spiel eine Chance geben.

Grafik:
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Sound:
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Steuerung:
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Atmosphäre:
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90

TheonlyGM

12. September 2011GC: Kunstwerk. Nein, wirklich!

Von (35):

Wie soll man dieses Spiel beschreiben? Es ist der bunte Vogel der Videospielwelt, ein Trip wie kein anderer. Es distanziert sich von gewöhnlichen Spielen in fast allen Punkten; leider ist dies nicht immer etwas Gutes. Da es viel zu sagen gibt, gehe ich der Reihe nach: Soundmässig gibt es bis auf ein paar störende, wiederkehrende Geräusche nichts zu bemängeln. Musik und Soundeffekte werden gekonnt eingesetzt.

Die Graphik ist trotz technischer Limiten auch heutzutage durchaus ansehbar. Alles ist stark stilisiert: Farben überall, grossartige Beleuchtung und ungewohnte (aber nicht störende) Sichtwinkel auf das Geschehen. Die Filmsequenzen scheinen in jedem Kapitel einen leicht anderen Stil zu haben; von Cell-shading à la "Windwaker" zu Japanimation. Manche mögen dies als störend empfinden, andere als interessante Abwechslung.

Die Steuereung ist da eher ein Streitpunkt. Bis man sich an die fremdartige Steuerung gewöhnt hat kann es eine Weile dauern. Ich bin mir aber sicher, dass die meisten erfahrenen Spieler sehr schnell feststellen werden, dass die Steuerung eigentlich ganz bequem sein kann.

Doch die Faktoren, welche das Spiel zu einem Kunstwerk für manche und zu einem Albtraum für andere machen, sind die seltsame Geschichte und das ebenso schräge Gameplay. Wenn man das Spiel startet, wird man sofort ins kalte Wasser geworfen. Man hat zwar einen Mordauftrag, doch man begegnet nur Geistern, die (zumindest vorerst) in absoluten Rätseln sprechen und unsichtbaren Monstern, die irre Lachen und dann explodieren. Gelernt ist trotzdem alles ziemlich schnell; die "Geister" sind recht hilfreich wenn man genau hinhört und auch die Kämpfe und das Aufleveln werden mit der Zeit klarer. Man sollte einfach offen sein für alles was kommt und das Spiel auf einen wirken lassen.

Alles in Allem: Es ist wahr; dieses Spiel ist nicht für alle gedacht. Wer jedoch eines der tiefsten, verrücktesten und manchmal auch frustrierensten Games überhaupt versuchen möchte, greift zu.

Grafik:
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