Von: Joyoko (17): Ein unglaublich süßes Eichhörnchen, mit einem unglaublich schlechtem Tag. Das ist Conker. . . nun ja, bis auf seine Vulgarität, der Versoffenheit und dem Fäkalhumor - die ihn tatsächlich liebenswürdig machen.
Nachdem sich die Hauptfigur Conker am Abend zuvor mächtig die Kante gegeben und danach verlaufen hat, sucht er nun einen Weg zurück nach Hause. Dabei geschehen viele unerwartete Dinge, die ihn vom üblichen Wald, durch einen Krieg und sogar bis ins Weltall führen. So wird es nie langweilig.
In klassischer „Super Mario 64“ Jump'n'Run Art steuert ihr Conker durch sein vielfältiges Abenteuer. Die Spiellänge ist optimal, doch die Grafik nicht atemberaubend und die Steuerung bestenfalls mittelmäßig und sorgt dadurch für reichlich Frust an schweren Passagen.
Nicht die Spielmechanik, sondern die obszöne Offenheit des Spiels macht es so einmalig. Filmklassiker wie Dracula und Matrix werden dabei, im wahrsten Sinne des Wortes, durch den Dreck gezogen. „Kontextsensitive“ Lösungen zur Beseitigung von Hindernissen sind kreativ, lustig und sorgen für reichlich Abwechslung im Spielgeschehen. Die Vertonung ist gut gelungen und durch die Tiefe der Charaktere baut man eine gewisse Bindung und Sympathie zu ihnen auf. Spätestens bei „The Great Mighty Poo“, dem Opern singendem Stück Sch. . . Mist, muss man dieses Spiel einfach lieben.
Sehr unkonventionelles Jump'n'Run, mit erfrischender Abwechslung und viel schwarzem Humor. Absoluter Geheimtipp für Spieler mit einem gewissen Mindestalter.




















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