Die Siedler DS: 10 Antworten auf 10 Fragen

von Sebastian Hauswald (15. März 2007)

Im Zuge der baldigen Veröffentlichung von Die Siedler DS gab der Publisher Ubisoft jetzt die zehn wichtigsten Fragen zu dem Titel heraus.

1.

Die Siedler DS ist der erste Titel aus dem Hause Blue Byte für Nintendo DS. Gab es gravierende Unterschiede in der Entwicklung im Vergleich zur Spieleprogrammierung auf dem PC?

Bei einem PC muss man sich weit weniger Gedanken um die Größe des zu speichernden Gamecodes, Grafiken und Sound machen. Es musste schon vieles extrem optimiert und neu programmiert werden. Alle Grafiken sind überarbeitet und auch die Spielkarten mussten optimiert werden. Außerdem wurde das Spiel an den DS angepasst, d.h. im speziellen die Verfügbarkeit der beiden Displays des DS genutzt. Außerdem ist der Stylus zum Strassen- und Gebäudebau ein wahnsinnig hilfreiches Tool.

2.

Was gab den Ausschlag für eine Entwicklung abseits des PCs?

Es war schon immer unser Wunsch, Die Siedler auch auf anderen Plattformen zu veröffentlichen und unsere Fanbasis zu erweitern. Strategiespiele sind aber vor allem wegen der Steuerung sehr schwer auf Konsolen umzusetzen. Nintendo DS eignet sich jedoch wegen der Touchscreen Steuerung hervorragend für das Strategie Genre. Da sowohl Die Siedler, als auch Nintendo DS die gesamte Familie ansprechen, denken wir, dass wir mit dieser Plattform auch die perfekte Zielgruppe für Die Siedler gefunden haben.

3.

Reichen die zwei Displays des Nintendo DS aus, um in der wuseligen Siedlerwelt den Überblick behalten zu können?

Die Siedler funktioniert hervorragend auf dem DS. Der Spieler sieht auf einem Screen seine Siedlung wie er es vom PC her kennt und auf dem anderen kann er wahlweise Informationen wie eine Übersichtskarte, Statistiken, Briefe etc. abrufen. Er kann im zweiten Screen auch einzelne Siedler verfolgen und ihnen bei der Arbeit zuschauen. Die Siedler wuseln dabei aber immer auf dem anderen Bildschirm weiter, so wird also nie die Spielwelt durch Menüs etc. verdeckt!

4.

Welche speziellen Funktionen (etwa der Touchscreen mit Stylus) des Nintendo DS halfen besonders bei der Umsetzung?

Die Siedler spielen sich auf dem DS sehr intuitiv: Statt mit einem Mauszeiger über den Bildschirm zu fahren, tippt der Spieler einfach auf die Stelle in der Karte, auf der er bauen will, und schon kann es losgehen. Nach demselben Prinzip lassen sich alle Menüs sehr schnell und effektiv bedienen. Und den Vorteil der zwei Bildschirme haben wir ja eben schon erläutert...

5.

Das Benutzerinterface war für damalige Verhältnisse sehr komplex. Viele Untermenüs und Statistiken gaben einen Überblick über das Spielgeschehen. Welche Änderungen mussten für Die Siedler DS am Interface vorgenommen werden?

Unser Ziel war es, den Flair des Originals möglichst zu erhalten. Die Menüstruktur wurde bis auf ein paar grafische Korrekturen, z.B. die Anpassung einiger Schaltflächen auf die Größe der DS Bildschirme, nicht verändert. Die Bedienung ist aber über die zwei Bildschirme und den Stylus sehr einfach.

6.

Vor wenigen Monaten erschien die PC-Neuauflage des Titels. In dieser fanden sich einige Optimierungen des alten Spielsystems. Wurden Elemente aus dieser Version in Die Siedler DS übernommen?

Die Siedler für Nintendo DS basiert voll auf dem Original Siedler 2 und nicht auf der Neuauflage des letzten Jahres. Das Spielsystem wurde daher nicht verändert.

7.

In der PC-Neuauflage fehlten die Wikinger als spielbares Volk und werden nun als Addon nachgereicht. Gibt es Kürzungen in Die Siedler DS verglichen mit dem Original von 1996 oder sind alle Features des ursprünglichen Titels auch in der DS-Version enthalten?

Features und Umfang sind weitgehend gleich geblieben. Wir haben die Story in der römischen Kampagne mit 10 Karten. Dazu kommt außerdem die Weltkampagne und schließlich mehrere Dutzend Einzelkarten zum freien Siedeln. Eine genaue Spielzeit anzugeben ist sehr schwierig, da das Spielprinzip gestattet sehr lange zu siedeln. Um alle Karten durchzuspielen, wird der Spieler aber sicherlich über 100 Stunden benötigen.

8.

Gab es sonstige Hürden, die während der Entwicklung überwunden werden mussten? Beispielsweise bietet der Titel nur einen Speicherplatz. Wie kam es dazu?

Wie ganz oben erwähnt ist der Speicherplatz eine große Herausforderung. Das Spielprinzip erlaubt es, eine fast unendlich große Siedlung aufzubauen. Dies ist auf einer Spielkonsole sehr schwierig umzusetzen. Vor allem die Speichergröße der Spielstände wächst mit der Größe der Siedlung. Auch wenn wir das größtmögliche Modul für den DS einsetzen, mussten wir uns auf einen Speicherslot beschränken, denn sonst hätten wir den Spielern eine maximale Siedlungsgröße aufzwingen müssen.

9.

Wie schon erwähnt, erschien die Vorlage bereits 1996. 11 Jahre sind seither vergangen und in der Spielebranche hat sich einiges verändert. Was macht das Spielprinzip von Die Siedler so zeitlos, dass man die Ur-Version auch heute noch spielen möchte?

Die Siedler 2 ist nach wie vor immer noch einer der beliebtesten Teile der Serie. Aus diesem Grund haben wir ja auch letztes Jahr die Neuauflage erfolgreich veröffentlicht. Wir denken das Spielprinzip ist einfach zeitlos und es macht nach wie vor riesig Spaß, den vielen kleinen Siedlern beim Rumwuseln zuzuschauen. Mit dem Nintendo DS haben wir die perfekte Konsolenplattform in Bezug auf Steuerung und Zielgruppe gefunden und wir sind uns sicher, dass wir mit dieser Version viele neue Fans gewinnen werden.

10.

Für offene Münder sorgte seinerzeit das Renderintro des PC-Spiels. Einige Titel zeigen, dass auch auf dem DS Rendersequenzen möglich sind. Wird der Einleitungsfilm auch in der DS-Version anzuschauen sein?

Auch wenn die Grafik von Intros sich weiterentwickelt hat, haben wir als Appetitmacher und aus Nostalgiegründen das Originalintro implementiert. Fans des Originals werden es sofort erkennen.

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