USK Jugendschutz: Neuordnung muss sein

von Josef Dietl (27. Juni 2007)

Die USK wird bis zum 1.Januar 2008 aus dem fjs ausgegliedert und zwischen Industrie und Länder eingeordnet. Darüber, was dies für Auswirkungen auf die Bewertung von Videospielen haben wird, konnte und wollte sich noch keine der Parteien äußern.

Wie der BIU, Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware, und der Förderverein Jugend und Sozialarbeit e.V. heute mitteilten, wird die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle aus dem in Berlin ansässigen fjs ausgegliedert und zukünftig zwischen den Industrieverbandund** die einzelnen Landesregierungen gestellt.

Mit der Ausgliederung aus dem fjs-Verbund wird auch eine größere und bessere Arbeitsteilung einhergehen. Während die USK das freiwillig von der Spieleindustrie in Auftrag gegebene Alterskennzeichnungsverfahren für zu prüfende Software auch weiterhin zu ihrem Aufgabenbereich zählen darf, wird die Entscheidung über die eigentliche Kennzeichnung in Zukunft von den jeweiligen obersten Landesjugendbehörden, sprich den obersten politischen Stellen der Bundesländer, getroffen werden.

Das Aufgabenfeld der USK wird jedoch auch erweitert: Von den Spieleherstellern, vertreten durch die BIU, unterstützt, soll sie mit ihnen und den Landesjugendbehörden Gremien bilden, die für eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit und höhere Transparenz bei der Vergabe der Kennzeichnung verantwortlich sein werden. So soll auch insgesamt die Kommunikation zwischen den beiden Seiten verbessert werden, wie auch Olaf Wolters, Geschäftsführer und Medienanwalt der BIU, bezüglich der Umstrukturierung zum Ausdruck brachte:

"Wir werden jetzt in Gesprächen mit den Obersten Landesjugendbehörden der Länder ausloten, wie man die Arbeit der USK in der neuen Struktur optimieren und effizienter gestalten kann. Damit wird sichergestellt, dass die USK den hohen Anforderungen des Jugendmedienschutzes im Bereich interaktive Unterhaltung auch in Zukunft gerecht wird. Wir sehen diese Neustrukturierung als Beitrag zu dem von der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und ihrem nordrhein-westfälischen Amtskollegen Armin Laschet geforderten Engagement für Aufklärung und Medienkompetenz."

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