Fable 2: Kampf und Tod neu erfunden

von Stephen Randles (12. Juli 2007)

Fable wurde in 2005 auf der Xbox veröffentlicht und wurde von der Kritik gefeiert, vor allem aufgrund der detaillierten Charakteren und originellen Features. Peter Molyneux, leitender Produzent und Vorsitzender von Lionhead Studios, will mit Fable 2 diesen Erfolg wiederum verbessern und sozusagen "das Rad neu erfinden".

Fable 2 findet 500 Jahre nach seinem Vorgänger statt und ist ein detailliertes Action-RPG. Es wird viel Gewicht auf Beziehungen unter den Charakteren gesetzt, wie an der GDC 07 (Game Developers Conference) mit dem Hund des Hauptcharakters gezeigt wurde.

Molyneux fing - laut einem Interview von gestern - an der GDC mit dem dritt-platzierten Feature an, nach Wichtigkeit geordnet. Platz 2 nimmt dadurch das innovative Kampfsystem - in Fable 2 kann jeder Angriff einer bestimmten Art mit einem einzigen Knopf auf dem Controller ausgeführt werden. Die X-Taste steuert Angriffe mit Schwerter, Äxte, Hämmer und so weiter, die Y-Taste wird für Gewehre und Pfeil und Bogen verwendet. Dann bleibt noch die B-Taste übrig für verschiedene Zauber.

Während dem Kampf wird mit Trommeln und Vibration im Controller ein Rhythmus angegeben. Wenn man die Knopfdrücke entsprechend ausführt, gibt es immer eindrucksvollere Finishing Moves. Wer das ganze (etwa 50 Stunden lange) Spiel abgeschlossen hat, soll noch lange nicht alle Manöver verwendet haben können. Dies erfülle Molyneuxs Ansicht, dass ziemlich jede Person innerhalb von kürzester Zeit seine Gegner mit Stil besiegen kann und das System hat trotzdem eine rechte Tiefe.

Wie Molyneux im Interview sagte: "Action-RPGs wie Fable bestehen zu etwa 60% aus Gefechten, also müssen wir das unbedingt richtig machen. Wenn jeder das Game spielen können soll, müssen wir die Steuerung möglichst einfach halten und perfektionieren. In Fable 2 laufen die Kämpfe bequem mit einem einzigen Knopfdruck ab."

Die Tiefe des Kampfsystems wird mit Hilfe der Kontextabhängigkeit erreicht; wenn der Spieler an einer Bar neben einer Flasche steht, wird dieser aufgenommen und als Waffe verwendet. Wenn er sich auf einem Turm befindet und ein Gegner in der Nähe steht, so wird dieser - wenn passend - vom Turm hinunter geschleudert. Dazu kommt die Art, auf der man den Knopf drückt. Wenn man X drückt, dann hält und wieder drückt wird ein anderes Manöver verwendet, als wenn man X zweimal drückt. Besonders spektakulär wird es, wenn man den Gegner mit einem guten Combo erledigt - die Kamera bewegt sich in eine spannendere Position und die Zeit verläuft für einige Sekunden langsamer. Teilweise könnte man das Gefühl kriegen, man seie in einem Blockbuster-Film.

Die Entwickler bei Lionhead Studios bekamen Inspiration von der Film-Industrie. Peter Molyneux sagte über den "Tod" in Videospielen folgendes: "Der Tod verläuft in Videospielen seit Donkey Kong immer gleich...es wird langweilig, immer denselben Abschnitt des Spiels ab einem Checkpoint zu spielen, bis man es schliesslich schafft. Wir wollen den Spieler schliesslich nicht langweilen, indem er Zwischensequenzen immer wieder überspringen muss. Wenn man stirbt muss es Konsequenzen geben, man muss dafür bezahlen."

Um dies zu verhindern wird ein komplett neues System eingeführt: Wenn der Spieler zu viel Schaden nimmt, geht er zu Boden und wird ohnmächtig. Seine Gegner schlagen ihn weiter, bis er aufsteht. Um möglichst rasch aufzustehen kann man seine Erfahrungspunkte (XP), Geld oder etwas in der Art einsetzen. Der Held stirbt nie, dies ist in fast allen Filmen so - gerade wenn der Held in einer besonders schlechten Lage ist, reisst er seine Kraft zusammen und nimmt die Überhand. Wenn der Spieler auf dem Boden liegt, wird er immer mehr verletzt und seine Wunden bleiben für das ganze Spiel vorhanden. Diese Wunden verändern die Ansicht der anderen Spielfiguren auf den eigenen Charakter. Wer zum Beispiel mit Narben übersät ist, wird anderen Charakteren im Spiel wahrscheinlich als Schläger herüberkommen.

Obwohl das Spiel noch etwa ein Jahr Entwicklung vor sich hat, machte es einen guten Eindruck, trotz der Fehler und unfertigen Grafik. Vieles muss noch implementiert werden, aber was zu sehen war, war sehr versprechend. Wenn das fertige Spiel auch nur einen Teil der erwähnten Elemente mit sich bringt, kann man sich auf einen rechten Hit gefasst machen.

Fable 2 soll im der zweiten Hälfte von 2008 erscheinen und ist ein Xbox 360-exklusiver Titel. Wer noch nicht genug gesehen hat, kann sich auf die spannendste Neuigkeit gefasst machen. Ausserdem wird ein Multiplayer-Komponent in Fable 2 dabei sein, Details dazu werden in nächster Zeit wohl noch kommen.

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