Sony auf der E3: Bundle, neue PSP und Zukunft

von Josef Dietl (13. Juli 2007)

Sony*s *David Reeves äußert sich auf der E3 zur PSP, zum PS3 - Bundle und zur Situation auf dem Markt.

In einem auf der amerikanischen Spielemesse E3 geführten Interview mit dem Onlinemagazin gamesindustry.biz bezieht David Reeves, Präsident und CEO von SCEE, Stellung zum heute bestätigten Playstation 3 - Bundle (wir berichteten), zur neu vorgestellten PSP und zur Position seines Unternehmens auf dem Konsolenmarkt.

Auf die Frage, warum man in Europa nicht wie in den USA eine billigere Konsole sondern ein größeres Paket zum alten Preis anbietet, antwortete Reeves wie folgt: Man könne davon ausgehen, dass die Kunden im Moment auf ein durch einen zweiten Controller und zwei zusätzliche Spiele aufgewertetes Gesamtpaket positiver reagieren werden als auf eine schlichte Preissenkung, da sich die "großen Titel" noch nicht auf dem Markt sondern immer noch in der Entwicklung befänden und eine billigere Konsole bei gleich attraktivem Spieleangebot keinen deutlichen Verkaufsanstieg hervorrufen würde.

Warum man dann in den USA die 60GB - Version um 100 Dollar verbilligte, kommentierte Reeves dahingehend, dass dies keine Aktion des Herstellers, sondern von Händlerseite sei, da diese ihre Restbestände der 60GB - Version absetzen wollen, weil Sony für diese die Lieferung gestoppt hat. Dieser Schritt sei gemacht worden, da man in den USA ab dem 1. August nur noch die 80 GB - Version vertreiben wird. Die kleinere Version wird in Europa jedoch weiterhin angeboten, da diese im Gegensatz zum größeren Modell über eine deutlich höhere Abwärtskompatibilität verfüge und dies in Europa wichtig sei.

Auch zu Sonys Handheld PSP äußerte er sich, vor allem zu der Frage, warum man mittels einem neuen Design die Konsole leichter mache anstatt wie teilweise von Kunden gefordert eine Festplatte einbaue:

"Wir haben darüber nachgedacht, uns aber dann aufgrund der Kosten dagegenentschieden. Möglicherweise werden wir uns mit einer Festplatte später beschäftigen, die Preise für Speicher sind ja an sich relativ niedrig. Man sollte übrigens auch bedenken, dass der Einbau einer Festplatte auch die Zunahme an Gesamtgewicht bedeuten würde."

In dem Interview wurde auch auf die aktuelle Situation auf dem Konsolenmarkt eingegangen. Auf die Frage, ob Sony noch immer der Marktführer sei, antwortete Reeves:

"Nicht mehr die Marktführerschaft, sondern das Wachstum zählt. Wenn wir in fünf Jahren zurückblicken, sollten wir eher sagen können, dass wir das Potential des Marktes verdoppelt haben. Wer die Marktführerschaft stellt, ist dabei nicht von Belang... Jetzt ist es unsere Aufgabe auch Familien und ältere Menschen zu erreichen..."

Das gesamte Interview kann man auf der Webseite des Magazins nachlesen.

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