Alle PS3-Konsolen zerstören?: Erneuter Schock für Sony

von Henning Ohlsen (31. Juli 2007)

Sony Computer Entertainment ist wieder einmal verklagt worden - zuerst wegen des Dual Shock Controllers, dann wegen der Blu-Ray-Technik und jetzt wegen dem Cell Prozessor. Diesmal von der amerikanischen Firma Parallel Computing, die behauptet, Sony verletzt eines ihrer Patente, berichtet die englische Seite Next-Gen.biz.

Es handelt sich dabei um das Patent zur "synchronisierten Parallelverarbeitung mit Shared Memory", das Parallel Computing schon 1991 angemeldet hat. Mit diesem Verfahren wird ein Programm in mehrere einzelne Prozesse aufgeteilt, verarbeitet und am Ende wieder zusammengefügt, was die Rechenleistung aller Konsolen deutlich beschleunigt.

Sony soll diese Technik also widerrechtlich in ihrer PlayStation 3 einsetzen. Parallel Computing sei dadurch ein hoher monetärer- und Imageschaden entstanden. Aufgrund dieser Verletzungen fordert die Firma, dass alle betroffenen Konsolen zerstört werden sollen. Das wären vermutlich alle, die bisher auf der ganzen Welt verkauft worden sind.

Da dies jedoch sehr unwahrscheinlich ist - man kann ja nicht einmal genau nachvollziehen, in welchen Haushalten überhaupt eine PlayStation 3 vorhanden ist - werden die beiden Firmen sich wohl anders einigen müssen. Egal ob vor Gericht oder außergerichtlich: Sollten die Anschuldigungen sich als wahr herausstellen, wird diese erneute Patentverletzung Sony viel Geld kosten und noch einmal einen erheblichen Imageschaden nach sich ziehen.

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