Xbox 360: 65 nm, 90 nm oder beides

von Falko Sczendzina (29. August 2007)

Bekannt ist, dass das Falcon-Modell der Xbox 360 mit 65 Nanometer Chips ausgeliefert wird. Seit wann sich dieses Modell auf dem freien Markt tummelt ist unbekannt und man kann es ohne die Konsole zu öffnen nicht von den klassischen Modellen mit 90 Nanometer-Chipsätzen unterscheiden. Fakt ist, dass 65 Nanometer-Chips günstiger als die mit 90 nm sind und über eine geringere Hitzeentwicklung verfügen. Doch laut Dean Takahashi, dem Buchautor, der bereits die Entwicklung und Produktion der Falcon mit den kleineren Chips für die Öffentlichkeit aufgedeckt hatte, werden derzeit nur die Hauptprozessoren in 65 nm geliefert, während die Grafikprozessoren noch in allen Konsolen 90 nm groß seien. Dies bedeute, dass die Hitzeentwicklung der Xbox 360 noch immer nicht deutlich gesenkt werden könne, obwohl diese wohl der Hauptauslöser des oft bejammerten Red Ring of Death seien.

Takahashi sagt aber auch aus, dass zukünftig auch die Grafikchips auf 65 nm umgestellt würden und dann die Ausfallraten der Xbox 360 gegen Null gehen könnten. Der Autor beruft sich bei seinen Informationen auf Angaben des Microsoft Sprechers David Dennis. Dennoch könne man hoffen, eine kühlere Konsole zu erhalten, wenn man beim Kauf eine Falcon erhält, da bei Reparaturen alter Konsolen neue Heatsinks, die zwar nicht die Hitzeproduktion aber die Weiterleitung verbessern, verbaut wurden, die sich möglicherweise auch in den neuen Konsolen finden könnten. Ein Indiz für 65 Nanometer-Prozessoren sei der HDMI-Anschluss, da alle Einheiten, welche die neuen Chips tragen, mit einem solchen ausgeliefert würden. Allerdings ist ein HDMI-Port keine Garantie, sondern nur ein Indiz für die Chips, da auch schon Eliten, die einen HDMI-Port haben, mit den alten 90 nm Chips gefunden wurden.

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