Blizzard Entertainment: Keine Lust auf Konsolen

von Stephen Randles (06. September 2007)

Der Trend in der Gaming-Industrie ist es, seine Spiele auf möglichst vielen Plattformen zu veröffentlichen, um einen größeren Umsatz zu erzielen. Doch einige Entwickler bleiben treu zu ihren Wurzeln, zum Beispiel Blizzard Entertainment.

Der Entwickler von bekannten Titeln wie World of Warcraft und Starcraft hat sich vollständig vom Konsolenmarkt zurückgezogen und verwendet seine Ressourcen exklusiv für das Entwickeln von PC-Spielen. Blizzard-Präsident Mike Morhaime bestätigte in einem Interview mit GameSpot, dass der Entwickler keine Rückkehr in den Konsolenmarkt versuchen wird.

"Ist die Rückkehr in den Konsolenmarkt weiterhin eines der Ziele des Unternehmens?", fragte Gamespot im Interview. Die Antwort war deutlich und lautete wie folgt: "Nein, ist es nicht."

Der Grund für diese Entscheidung sei, dass Blizzard**zu wenig Ressourcen** für das Entwickeln für mehrere, ganz verschiedene Plattformen, zur Verfügung stünden. Als man angefangen hatte, an StarCraft: Ghost zu arbeiten, meinte man, das Spiel ohne Beeinträchtigung des PC-Teams auch auf den Konsolen fertigstellen zu können. Schlussendlich stellte sich jedoch heraus, dass der Prozess zu lange dauerte und es müsste ein Kompromiss gemacht werden, um den Veröffentlichungstermin einzuhalten. Entweder müssten Arbeitskräfte von World of Warcraft oder anderen Projekten auf Starcraft: Ghost umverteilt werden, oder die Entwickler konzentrierten sich auf die wichtigen Projekte. Daraufhin wurden die Arbeiten an Starcraft: Ghost praktisch eingestellt und andere Projekte erhielten Vorrang. Seither stecke die Firma ihre Ressourcen nur in die Entwicklung von PC-Spielen, denn Blizzard könne laut Morhaime nicht alles gleichzeitig erledigen.

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Aus dem gleichen Grund wird nicht an einem Starcraft-MMO gearbeitet und nicht etwa, weil das Spiel Kunden von World of Warcraft abziehen könnte, sondern weil zu viele Ressourcen von den bestehenden Teams benötigt würden. Um ein solches Projekt zu ermöglichen, müssten die Teams weiter aufgestockt werden. Ein solcher Vorgang brauche aber viel Zeit, wie Morhaime erklärte. Man sei zwar ständig bemüht, das Team aufzustocken, trotzdem wird es noch eine Weile dauern, bis die Firma öffentlich ihre Pläne bekannt gibt.

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