Nintendo-Boss im Interview: Gerüstet für Konsolenkrieg

von Josef Dietl (18. September 2007)

Nintendo sieht sich für einen langjährigen Konsolenkrieg gerüstet. Dies brachte Reggie Fils-Aime, Präsident von Nintendo North Amerika, in einem Videointerview mit den Mercury News aus San Jose, Kalifornien, zum Ausdruck. Fils-Aime stellte sich der Tageszeitung anlässlich der Einrichtung von Außenstellen in Silicon Valley und New York. Er sieht die Errichtung der dortigen Büros als essentiell für den Erfolg Nintendo*s, da dadurch mehr **Nähe zum Kunden* gegeben sei:

"Wir glauben, dass der beste Weg zum Erfolg und zur Entwicklung von für den Kunden attraktiver Technologie darin liegt, die Vertriebs- und Marketingabteilungen direkt in zwei der führenden, medialen Märkte zu platzieren."

Anlässlich des bevorstehenden Weihnachtsgeschäftes kursieren in der Branche Befürchtungen, dass Nintendo aufgrund der großen Nachfrage nach der Wii selbige nicht in ausreichenden Mengen nachliefern können wird. Zahlreiche potentielle US-Kunden meldeten auch schon bei offiziellen Stellen ihren Bedarf an. Laut Fils-Aime sei man sich bei Nintendo dieser Entwicklung bewusst und versuche einem Nachfrageüberhang entgegen zu wirken:

"Die gute Nachricht ist, dass wir immer mehr Exemplare in den Verkauf bringen. Die auf dem US-Markt verfügbare Menge an Hardware wird wesentlich mehr als zum Launch und auch wesentlich mehr als zum aktuellen Zeitpunkt sein. Die schlechte Nachricht ist, dass es weiterhin schwierig sein wird eine Wii zu bekommen, da mit wachsendem Angebot auch die Nachfrage angestiegen ist und weiterhin steigen wird."

Die Interviewer konfrontierten den Vertreter Nintendo*s auch mit dem seit kurzem eingeläuteten **Preiskampf zwischen den Konkurrenten*Sony und Microsoft. Danach befragt, ob mit einer Preissenkung bei der Wii zu rechnen sei, antwortet Fils-Aime:

"Aus unserer Sicht müssen die Konkurrenten einfach ihre Preise senken, da der Kunde mit seiner Geldbörse argumentiert. Der Wert unserer Konsole wurde jedoch schon vorher genau und kundennah bemessen. Es war schon immer die Philosophie Nintendos, dass mit der Hardware das Geld verdient werden muss. Falls wir einmal Anpassungen durchführen müssen, wird es andere preisunabhängige Möglichkeiten geben."

Die Zahlen scheinen Fils-Aime Recht zu geben. Nach den neuesten Hochrechnungen des Marktforschungsinstitutes NPD sind Nintendo*s **Verkaufszahlen* in den USA in diesem Jahr um fast siebzig Prozent gestiegen. Seit dem Launch verkaufte sich Nintendo Wii dort über 440.000 Mal, der Handheld Nintendo DS über 380.000 Mal.

Wer sich das Videointerview ansehen möchte, findet dieses auf der Webseite der Mercury News.

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