Sony Records: Kopieren von gekaufter Musik ist Diebstahl

von Mark Hübschmann (05. Oktober 2007)

In einer jüngst geführten Gerichtsverhandlung in Minnesota, USA, wurde eine junge Mutter aufgrund von illegalem Anbieten von 26 Titeln via Tauschbörsen verurteilt.

Die Frau soll 24 Musiktitel illegal über die Tauschbörse Kazaa angeboten und verbreitet haben. Ein Geschworenengericht befand die Frau für schuldig und ordnete an, pro Titel ca 9200 US-Dollar zu zahlen, eine Gesamtstrafe in Höhe von rund 220.000 Dollar.

Während dieser Verhandlung wurde unter anderem Jennifer Pariser, Rechtsvorstand von Sony BMG in den Zeugenstand gerufen. Ein Rechtsanwalt der klagenden Partei Capitol Records fragte sie im Verlauf dieser Vernehmung, ob es unrecht von Kunden sei, auch nur eine einzige Kopie von für sich selbst gekaufter Musik anzufertigen. Die verblüffende Antwort:

"Wenn jemand eine Kopie eines Liedes für sich selbst macht, nehme ich an, wir können sagen, er hat ein Lied gestohlen. Eine Kopie machen ist nur ein schönerer Ausdruck für eine Kopie stehlen", so Pariser.

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