Nintendo Wii: Weder billiger noch mit Festplatte

von Josef Dietl (29. Oktober 2007)

Nintendo*s *Wii wird nicht billiger werden und auch keine Festplatte enthalten. Der Präsident von Nintendo, Satoru Iwata, sprach sich in einem Gespräch mit den Yahoo News deutlich gegen eine Senkung des Preises der Spielekonsole zum Weihnachtsgeschäft aus. Die extrem hohe Nachfrage nach der Wii zeige deutlich, dass der Kunde den verlangten Preis in seiner vollen Höhe akzeptiere:

"Wir konzentrieren uns immer noch darauf, der boomenden Nachfrage gerecht zu werden. Eine Preissenkung ziehen wir zu diesem Zeitpunkt in keinster Weise in Erwägung."

Die kontinuierlich steigenden und zum Weihnachtsgeschäft wohl wieder einen Höhepunkt erreichenden Verkaufszahlen zeigen, dass Nintendo*s Strategie auf eine kostengünstige und vor allem einsteigerfreundliche Spielekonsole zu setzen, bisher in jeder Richtung aufgeht. Gerade im sogenannten **Casual Gamer - Bereich* bei den sehr jungen Kindern und den älteren Erwachsenen findet das System bis dato großen Anklang. Im Segment der Core Gamer, den 14- bis 29-jährigen konnte die Wii vor allem aufgrund der mangelnden technischen Leistung im Vergleich zu Playstation 3 und Xbox 360 bisher aber noch keine solche dominante Position erreichen. Eigentlich Grund genug über eine bessere Ausstattung nachzudenken, jedoch nicht, wenn es nach Nintendo*s Public Relations Manager in den USA, *Eric Walter, geht. In einem Interview mit den Magazin Gamasutra schloss er unter anderem den Einbau einer Festplatte kategorisch aus:

"So wie wir die Sache sehen, wollen wir nicht, dass die Leute jedes einzelne Spiel, dass sie kaufen, speichern. Wenn man bei uns ein Spiel kauft, dann gehört es einem für immer. Darum kann man es löschen und dann jederzeit wieder downloaden... Außerdem benötigen viele der bisher veröffentlichten Spiele sowieso nur geringen Speicherplatz."

Den Aspekt der Unterstützung von Prozessor- und Grafikeinheit durch einen größeren Bereich zur Auslagerung schloss der Sprecher dabei komplett aus. Nintendo gibt so, zwar indirekt, aber deutlich, zu erkennen, dass man nicht plant kommende Bestseller und Toptitel ala Final Fantasy XIII und Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots seiner Käuferklientel zur Verfügung zu stellen, da diese alle ein Mindestmaß an Festplattenspeicher voraussetzen werden. Ob man auf diese Weise auch langfristig und nach Erscheinen der großen Spiele für die Konkurrenzkonsolen noch erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten.

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