US-Jugendschutz fehlt Transparenz: Behauptet Hillary Clinton

von Falko Sczendzina (05. Dezember 2007)

Nicht nur in Deutschland werkeln unbeteiligte Politiker am medialen Jugendschutz, denn nachdem letzten Monat die Demokraten kooperativ mit den Republikanern unter Leitung der möglichen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton eine Petition ans Entertainment Software Rating Board gerichtet hatte, fordert nun der US-Kongress mehr Transparenz für ESRB-Wertungen.

Anlass hierfür ist die unterschiedliche Freigabe der nachgebesserten Fassung von Manhunt 2, das in den USA mit einer "Mature"-Wertung für Teenager freigegeben und in England verboten ist. Indirekt wird also wie von einigen deutschen Politikern eine Verschärfung des Jugendschutzes bei Shooter-Spielen gefordert und direkt wird auch eine Verschärfung des Wertungssystems für Wii-Spiele gefordert, da die interaktive Steuerung den Einfluss auf den Spielenden verstärke. Aus diesem Grund sind Joe Baca (D-CA) und Frank Wolf (R-VA) in den Dialog mit dem ESRB getreten und wollen zunächst, dass Publisher wie Take Two für Wertungen dafür verpflichtet werden, dass sie Videos des zu veröffentlichenden Spiels mit der verteilten Wertung online einsehbar gemacht werden.

Baca und Wolf äußerten sich wie folgt: "Wir glauben, dass das Veröffentlichen vollständiger Videos von für Teenager freigegebener und höher beurteilter Spiele sowohl für den Kunden als auch das ESRB vorteilhaft ist. Die Öffentlichkeit wird genauer über den Inhalt der Spiele informiert, bevor sie Kaufentscheidungen gemacht haben werden und dass der Bewertungs-Prozess des ESRB in ein neues Licht gerückt werden wird und [so] mehr Glaubwürdigkeit erhalten wird."

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