Appell an die EU: Videospiele sind ein Kulturgut

von Paul Schmidt (07. Dezember 2007)

Der Interessenverband europäischer Videospieleproduzenten (EGDF) hat ein sogenanntes "Video Game Manifesto" unterzeichnet, in dem sich der Verband an verschiedene EU-Politiker richtet und auf das Verständnis von Videospielen als Kulturgut appelliert.

Das Manifest wurde vergangenes Jahr unter Beteiligung englischer (Tiga), französischer (APOM), niederländischer (Neogames), dänischer (Producentenveringen), luxemburger (BGIn) und deutscher (GAME) Videospieleentwickler formuliert. Hauptintention des Manifests ist, wie bereits erwähnt die Annerkennung des Videospiels als Kulturgut, ähnlich wie Musik, Fernsehen und Literatur. Dieses Verständnis setzt entsprechende nationale Förderungen und Schutz der Entwicklung voraus.

Grund für das Schreiben ist die schwierige Lage der europäischen Spieleentwickler im Vergleich zu den Märkten in den USA oder Asien. Besonders in Deutschland bilde der strenge Jugenschutz enge Grenzen des möglichen und auch seien die Bedingungen in Europa für die Spieleindustrie so scheclht, dass man befürchten müsse bald weit hinter den internationalen Herstellern aus Amerika und Asien zurückzubleiben.

Der Appell stützt sich vor allem auf die Aussage, dass die Videospieleindustrie eine vielfältige eigene europäische Kultur darstelle, die im Vergleich zu anderen Teilen der Welt einen ganz eigenen Stil entwickelt habe. Im Manifest heißt es dazu:

"Our view is that video gaming is no longer simply a form of entertainment, but is a Europe-wide culture in itself[...]" (Übersetzung: Unserer Ansicht nach sind Videospiele nicht länger nur eine simple Form der Unterhaltung, sondern eine europaweite Kultur.)

Kommentare anzeigen
Schauspieler Will Ferrell wird zum "E-Sport"-Profi im neuen Film

Schauspieler Will Ferrell wird zum "E-Sport"-Profi im neuen Film

Jetzt schafft es der E-Sport sogar auf die große Leinwand. Wie das US-Magazin Variety berichtet, soll Schauspiele (...) mehr

Weitere News