Deutscher Computerspielpreis: für "pädagogisch wertvolle" Titel

von Falko Sczendzina (24. Januar 2008)

Der unreflektierten Killerspiel-Diskussion zum Trotz haben die CDU und SPD beim Kultur- und Medienausschuss des Bundestages einen Antrag für einen Deutschen Computerspielpreis durchgebracht. Die FDP hat sich bei der Abstimmung enthalten und Bündnis 90 Die Grünen sowie Die Linke haben gegen den Antrag gestimmt.

Was zunächst wie ein Kurswechsel klingt, nachdem die CDU ein härteres Vorgehen gegen so genannte Killerspiele in ihr Wahlprogramm im Land Niedersachsen aufgenommen hatte, wird jedoch schnell dadurch relativiert, dass der Preis zwar bereits im Jahr 2008 mit 300.000 Euro dotiert wird, doch es sollen nur pädagogisch wertvolle Spieletitel ausgezeichnet werden. Dabei bleibt es fraglich, wer welche Maßstäbe für pädagogische Werte setzt und ob damit dann auch tatsächlich herausragend gute Spiele geehrt werden.

Laut dem Sprecher des Ausschusses wird der Preis "nicht nur ein wichtiges kulturpolitisches Instrument, sondern wirkt auch als direkter wirtschaftlicher Anreiz für die Entwicklung von neuen qualitativ hochwertigen sowie kulturell und pädagogisch wertvollen Computerspielen in einem bedeutenden Zukunftsmarkt".

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