Electronic Arts: Gibt Fehler in der Firmenpolitik zu

von Paul Schmidt (11. Februar 2008)

EA-Chef John Riccitiello räumte eine Mitschuld am Niedergang einiger aufgekaufter Spiele-Entwicklungsstudios ein.

Electronic Arts expandierte in den letzten Jahren stark und kaufte im Zuge dessen einige kleinere Entwicklerstudios wie zum Beispiel Bullfrog (Dungeon Keeper), Westwood (Command & Conquer) und Origin (Ultima) auf. Seit der Übernahme wurden die Ergebnisse der Entwickler immer schlechter: Die Qualität sank ebenso wie die Verkaufszahlen. John Riccitiello ließ dazu einsichtig verlauten:

"Wir bei EA haben es vermasselt. Zu einem gewissen Anteil war ich daran beteiligt, deswegen habe auch ich es vermasselt."

Doch woher kommen die Probleme? Die kleinen und ehemals unabhängigen Studios haben die Eingliederung in den Riesenkonzern nicht vertragen. Laut Riccitiello "können unterschiedliche Organisationsformen niemals gut zusammengebracht werden". Unter der aufgezwungenen Firmenpolitik litten die Entwickler und der neu entstandene gewaltige Bürokratieaufwand schränkte sie in ihrer Kreativität erheblich ein.

Allerdings ist Electronic Arts auch zufrieden mit der Eingliederung einiger Spieleschmieden wie Maxis (Die Sims 2) oder Digital Illusions (Battlefield). Dass diese Studios trotz der Übernahme noch immer erfolgreich Software entwickeln, liegt laut EA an der kompatiblen Firmenstruktur.

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