Neue Indizierungskriterien: BPjM verschärft Kontrollen

von Stefan Bien (12. Februar 2008)

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hat auf ihrer Website eine überarbeitete Fassung der Indizierungskriterien für Video- und Computerspiele veröffentlicht.

Diese Indizierungskriterien entscheiden, ob ein Spiel von der BPjM indiziert werden darf, nachdem die USK (Unterhaltungsoftware Selbstkrontolle) keine Jugendfreigabe erteilt hat. Die neuen Indizierungskriterien lauten wie folgt:

Allerdings gibt es auch einige Ausnahmen, die nicht zwingend eine Indizierung zur Folge haben:

  • Spiele, bei denen die Verletzung und/oder Tötung von Menschen eine unter mehreren möglichen Spielhandlungen darstellt und das Ergebnis der Kampfhandlung unblutig präsentiert wird
  • Spiele, in denen andere Elemente als Gewalttaten gegen Menschen eine wesentliche Rolle spielen
  • Spiele, in denen Tötungsvorgänge gegen Menschen verfremdet dargestellt werden und zwar in einer Form, die Parallelen zur Realität nicht nahe legt
  • Spiele, in denen Tötungsvorgänge ausschließlich gegen solche Wesen dargestellt werden, die Menschen eher nicht ähneln
  • Spiele, in denen auch Horror- und Splatterelemente enthalten sind, in denen jedoch nicht gewalthaltige Anteile spielbestimmend sind, wobei die Horrorelemente nicht so gestaltet sein dürfen, dass auf Grund der besonderen Brutalität die anderen Spielelemente in den Hintergrund treten

Der USK-Prüfer Gerald Jörns hat sich bei den Kollegen von Golem zu diesem Thema geäußert. Er hält die Neuerungen für zu umfangreich, da die Prüfer jetzt nicht nur die Darstellung begutachten müssen, sondern auch ethische und gesellschaftliche Kriterien Einfluss in das Urteil der Mitarbeiter der Prüfstellen haben muss.

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