Microsoft: 899 Millionen Euro Strafe

von Marcel Källner (27. Februar 2008)

Die EU-Kommission hat erneut ein Rekordbußgeld von 899 Millionen Euro gegen Microsoft verhängt. So lautet die Anklage, das Microsoft Konkurrenten bis zum Oktober letzten Jahres Lizenzgebühren für technische Informationen berechnet hat, die nach Ansicht der Kommission ungerechtfertigt waren. Damit verstößt Microsoft zum wiederholten Male gegen ein früheres Urteil. Damals wurde Microsoft wegen Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung zur Zahlung von 778 Millionen Euro verurteilt. Außerdem musste der Konzern technische Details für Drittanbieter von Software freigeben. Dieser Verpflichtung kam Microsoft jedoch nach dem heutigen Urteil bis zum Oktober des letzten Jahres nicht nach.

Zu den Vorfällen äußerte sich EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes wie folgend: "Microsoft ist das erste Unternehmen dass seit Einführung der EU-Wettbewerbspolitik vor 50 Jahren wegen der Nichteinhaltung einer Kartellentscheidung erneut verurteilt werden musste."

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