Spielverhalten Heranwachsender: Risiken durch Spielen

von Falko Sczendzina (29. Juli 2008)

Nina Moormann und Professor Jäger vom Zentrum für empirische pädagogische Forschung der Universität Koblenz-Landau haben das Ergebnis einer Studie zum Thema der Funktion des Computerspielens im Alltag von Kindern veröffentlicht.

Als erstes Resultat habe sich herausgestellt, dass etwa 11 Prozent der Befragten ein pathologisches Verhalten aufweisen. Das heißt, dass das Verhalten dieser als auffällig bis krankhaft zu bewerten ist. Dazu reiche es aber nicht, den durchschnittliche Zeitraum des Spielens zu betrachten, sondern man müsse Merkmale eines Suchtverhaltens, wie Unruhe, Nervosität und Gereiztheit bei längeren Nicht-Spielens, heranziehen. Markant sei bei dieser Gruppe ein sehr großer Anteil männlicher Kinder und Jugendlicher.

Dieser Gruppe von rund 11 Prozent der Befragten steht eine annähernd gleichgroße Gruppe von Kindern und Jugendlichen gegenüber, die angaben, nur wenig oder gar nicht am Computer zu spielen.

Die Studie habe ferner ergeben, dass pathologische Spieler in verschiedenen Lebensbereichen deutlich unzufriedener seien als normale Spieler oder Nicht-Spieler. Dies liege vor allem daran, dass pathologische Spieler oft Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen hätten, was die Autoren "Bindungsstil" nennen. Außerdem hätten pathologische Spieler oft Probleme bei alltäglicher Stressbewältigung, da das Spielen meistens ihre einzige Strategie dazu sei.

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