Killerspielverbot: Stellungnahme der CSU

von Marcel Källner (09. September 2008)

Georg Schmid, CSU-Fraktionsvorsitzender im Bayerischen Landtag hat vor kurzem eine Stellungnahme zu dem unerwarteten Medienecho zu der kürzlich von PC Games gestarteten Aktion "Ich wähle keine Spielekiller" genommen und jegliche Schuld von sich und seiner Partei gewiesen.

So meint er, dass ein Verbot der Killerspiele "dringend notwendig" sei. Damit unterstützt er die Forderung von Bayerns Innenministers Joachim Herrmann und anderen "CSU-Experten" wie Hans-Peter Uhl, der unter anderem auch eine Zensur des Internets vornehmen will, ähnlich wie in China.

Außerdem erklärte Schmid: "Menschenverachtende Killerspiele, bei denen Menschen bei lebendigem Leibe verbrannt werden oder aus purer Mordslust gemeuchelt werden sollen, gehören nicht auf Computer und Spielekonsolen. Es ist mir völlig unverständlich, wie man solche Spiele verteidigen kann."

Ebenfalls wies er zurück, dass die CSU die gesamte Videospielbranche pauschal verurteilen würde, denn Videospiele sind "am Medienstandort Bayern sehr herzlich willkommen." Die bayerische Staatsregierung dagegen als "Spielekiller" zu bezeichnen findet er "völlig abwegig".

Das Vorgehen seiner Partei verteidigte er abschließend mit den Worten: "Solche brutalen, gewaltverherrlichenden Spiele führen zur Verrohung unserer Gesellschaft. Es ist richtig, dass der Freistaat Bayern entschieden dagegen vorgehen will."

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