Öffentlich-rechtliche Spiele gefordert

von Stefan Bien (22. September 2008)

Der Zukunftsforscher Patrick Mijnals vom Zukunftsinstitut Kelkheim hat in einem Interview mit der dpa eine öffentlich-rechtliche Spieleförderung gefordert. Diese Spieleförderung soll dabei helfen, dass der allgemein schlechte Ruf von Videospielen verbessert wird und mehr pädagogisch sinnvolle Spiele entwickelt werden.

"Sinnvoll wäre eine Einrichtung, die ähnlich dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen pädagogisch wertvolle Spiele entwickelt und den Spielemarkt auch kontrolliert."

Er spricht sich dagegen aus, Videospiele für die vielen Probleme der Jugendlichen in der heutigen Zeit verantwortlich zu machen, da die meisten jungen Spieler nicht exzessiv ihre Freizeit an Computer oder Spielekonsole verbringen. Insbesondere ging er hierbei auf die Reaktionen ein, die bei jedem Auftauchen von Gewalt bei Jugendlichen direkt auf den Konsum gewalttätiger Videospiele als Auslöser schließen. Mijnals sieht Spiele im Allgemeinen keineswegs als Auslöser von Gewalttaten, da die meisten Spiele ohnehin keine Gewalt enthalten.

"Die Probleme entstehen erst dann, wenn Eltern oder Pädagogen überfordert sind, das Kind vor dem Bildschirm parken und nicht ordentlich betreuen."

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