Electronic Arts mit hohen Verlusten

von Thomas Zühlsdorf (31. Oktober 2008)

Mit 894 Millionen US-Dollar Umsatz konnte Branchenriese Electronic Arts seine Einnahmen zum Vorjahr um gleich 39 Prozent steigern. Trotzdem steht am Ende eine rote Zahl: 195 Millionen US-Dollar Miese.

Die knapp 900 Million Dollar Einnahmen ergeben sich aus den guten Verkäufen:

Madden NFL 09 konnte sich bisher über vier Millionen mal verkaufen, Warhammer Online - Age of Reckoning kann über eine Million verkaufte Exemplare verbuchen. Zuletzt wundert es nicht, dass sich das Evolutionsspiel Spore prima verkauft: Bisher knapp zwei Millionen verkaufte Spiele.

Die Einnahmen nach Konsolen geordnet:

  • Xbox 360: 224 Millionen US-Dollar
  • PlayStation 3: 98 Millionen US-Dollar
  • Playstation 2: 55 Millionen US-Dollar
  • PC: 88 Millionen US-Dollar
  • Wii: 33 Millionen US-Dollar

Warum stehen bei solch hohen Gewinnen am Ende knapp 200 Millionen Dollar im roten Bereich? Die Verluste ergeben sich aus diversen Punkten:

Zum einen ist das Videospiel zu Harry Potter und der Halbblutprinz mittlerweile fast fertig, die Kosten für das Spiel waren enorm. Das Problem ist, dass der Film erst 2009 in die Kinos kommt und da darf die Videospiel-Umsetzung natürlich nicht vorher schon im Regal stehen. Als nächstes sieht der Hersteller die momentanen Wechselkurse der Währungen für ausschlaggebend. Außerdem floss viel Geld in den Ausbau des EA-Shops im Internet und den EA-Downloader. Zum Schluss war die Geldkasse bereits wegen verschiedenen Publishing-Deals wie mit Epic Games oder id-Software belastet.

Als Folge der Verschuldung sieht sich Electronic Arts gezwungen, knapp 540 Mitarbeiter weltweit zu erlassen. Aus welchen Bereichen ist bisher noch nicht klar. Zukünftig möchte EA derartige Probleme vermeiden, indem die Arbeiteranzahl in den Niedriglohnländern erhöht wird.

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