gamescom, Hellgate, EA und THQ: News-Übersicht

von Henning Ohlsen (02. November 2008)

Die Großen haben ihre Muskeln spielen lassen. Dass das für die Kleinen meist übel ausgeht, ist kein Geheimnis. "Die Großen" sind in diesem Fall die Mitglieder des Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware, BIU, zu denen unter anderem Activision, Electronic Arts, Microsoft und Nintendo gehören. All diejenigen, die sich für den Messestandort Leipzig und somit für die Games Convention eingesetzt haben, sind "die Kleinen", die Leidtragenden. Denn sie haben nichts mehr zu lachen, seit bekannt ist, dass die neue gamescom in Köln zur gleichen Zeit stattfindet wie die GC 2009. Das bedeutet wohl das Aus für die Traditionsmesse. Leipzig adieu...

"Dieser Weg wird kein leichter sein. Dieser Weg wird steinig und schwer..." Das hat auch Namco Bandai erfahren müssen, als der Publisher die Verantwortung für Hellgate: London übernahm. Denn ganz so einfach ist es dann doch nicht, ein erfolgreiches Online-Rollenspiel auf dem Markt zu etablieren. Inzwischen zahlt sich der Serverbetrieb nicht mehr aus, hat sich wahrscheinlich nie richtig gelohnt. Darum werden sie ja jetzt auch bald abgeschaltet. Im Januar. Und wer steht doof da? Die Spieler, die jeden Monat ihre Abonnementgebühren bezahlt haben. Ihre Charaktere sind dann futsch - unwiederbringlich. Blizzard hingegen feierte vor kurzem seinen 11.000.000 Kunden.

Kopierschutz via Digital Rights Management, SecuRom und jetzt auch noch Spieler von ihren Master Accounts bannen wollen. Wenn ein Publisher in letzter Zeit weiß, wie man sich unbeliebt macht, ist das Electronic Arts. Der neue Hammer: Wer sich in den Foren von EA nicht ordentlich benimmt oder es sich mit einem Moderator verscherzt, soll aus dem Forum gebannt und gleichzeitig den Zugang zu seinem Master Account verlieren. Also auch zu seinen legal erworbenen Spielen, denn der Login-Vorgang ist derselbe. Sicherer ist es da wohl, gleich auf die Registrierung zu verzichten. Aber das kann einfach nicht EAs ernst sein. Oder?

Da war THQ ja mal mächtig böse. Ist aber auch kein Wunder, wenn ein Cover zu einem Spiel fast eins zu eins kopiert wird. Der Übeltäter ist in diesem Fall der Publisher Activision, der den Nachfolger zu einem THQ-Titel veröffentlichen will. Eigentlich bin ich der Meinung, man sollte nicht so kleinlich sein. Aber was Activision da geritten hat, ist mir schleierhaft. Einfach ein vorhandenes Cover nehmen, ein paar Berge in den Hintergrund setzen und das Logo etwas verändern, fertig ist das neue Titelbild. THQ klagt inzwischen dagegen - Verkaufseinstellung oder Beteiligung am Gewinn lauten die Forderungen.

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