Nintendo übt öffentliche Kritik an Dritthersteller

von Thomas Zühlsdorf (19. November 2008)

Der Großkonzern Nintendo hat jetzt öffentlich den mangelnden Entwicklerdrang seitens Drittherstellern für die Nintendo Wii kritisiert. Laut Reginald Fils-Aime, Präsident von Nintendo of America, würden andere Firmen sich keine Mühe geben, ausreichende Qualität in den angebotenen Titeln zu gewährleisten.

Anfang des Jahres war die Kritik noch auf Seiten von Nintendo. Diverse Firmen prophezeihten für die damals noch neue Konsole einen schlechten Umsatz, weil sie keine profitable Plattform darstelle. Nintendo glaubte, dass diese Situation nur vorrübergehend anhalten würde. Auf einer Pressekonferenz über den Abschluss des dritten Quartals sagte ein Sprecher von Nintendo, dass dies mit dem recht frühen Lebenszyklus der Konsole zusammenhänge. Außerdem habe Nintendo bereits in der Planungsphase Erfahrungen mit der Plattform und den Spielen sammeln können und sei so im Vorsprung.

Ein paar Statistiken: Von 14 Spielen, welche sich eine Million Mal verkaufen konnten, waren 11 von Nintendo. Bei den Millionensellern des DS sah es dagegen besser aus: Dort waren nurnoch 28 von 50 Titeln vom Hersteller selbst. In der Anfangszeit des Handhelds sah die Situation aber ähnlich aus wie jetzt bei der Wii. Nintendo war sich sicher, dass die Wii den gleichen Weg gehen würde wie der DS.

Dass daraus nichts geworden ist, zeigen die neusten Meldungen.

Im Gegensatz zu Sonys Playstation 3 ist die Wii eine deutlich günstigere und familienfreundlichere Konsole. So ist sie also für eine breitere Masse interessant. Wie George Harrison einmal in einem Interview sagte: Hersteller müssen sich nur mehr Zeit bei der Entwicklung von Titeln für die Wii nehmen.

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