Kojima will westlichere Entwicklung

von Josef Dietl (15. Januar 2009)

Hideo Kojima wird in Zukunft mehr Wert auf eine Videospiel-Entwicklung im westlichen Sinne legen. Dies hat der Schöpfer der Blockbuster-Reihe Metal-Gear-Solid im Interview mit den Kollegen der Weekly Famitsu verraten. Seiner Meinung sei das zu starke Festhalten an japanischen Werten verantwortlich für den geringen internationalen Erfolg vieler Titel:

"Japan macht seine eigenen Bücher, Filme und Musik. Man kann Unterhaltung nicht exportieren, die von Japaner in japanischer Sprache gemacht wird, da die Budgetierung darauf ausgelegt ist, dass man lediglich auf dem japanischen Markt Gewinn machen kann... Vielleicht sollte ich einfach aufhören japanisch zu sein. Und wenn wir schon beim Thema sind, bei den diesjährigen Spike TV Video Game Awards sind kaum japanische Spiele nominiert worden. Es ist wirklich sehr traurig, dass Japans Spiele letztes Jahr sogar schon daran gescheitert sind, dass sie in Amerika zur Kenntnis genommen werden."

Laut Kojima seien die amerikanischen und europäischen Märkte im Vergleich dazu viel besser ausbalanciert. Es gebe Spiele, die wirklich jeder spielen kann, die aber dennoch keine Kinderspiele seien, da eine Vielzahl echter Core-Titel in High Definition und mit der Filmindustrie produziert werden. Der Videospiel-Guru sei selbst gerade süchtig nach dem Horror-Shooter .

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