Nintendo stellt wieder die jährliche Raupkopie-Studie vor

von Marcel Källner (26. Februar 2009)

In einem jährlichen Zyklus erstellt Nintendo eine Studie, die die Länder dokumentiert, in denen Raubkopien und illegale Bootlegs besonders boomen. Anschließend leitet der Konzern diese Liste an die zuständigen amerikanischen Behörden weiter.

Doch von welchen Ländern ist dieses Jahr die Rede? Wie fast schon üblich finden sich auf der Liste Länder wie die Volksrepublik China, Brasilien, Korea, Mexico, Paraguay und sogar auch Spanien. Hong-Kong wurde im Gegensatz zum letzten Jahr sogar von der Liste gestrichen. Im folgenden findet ihr die auffälligsten Länder und den Zusatz von Nintendo.

Volksrepublik China:

"In China wird die Produktion illegal kopierter Produkte mit Nintendo-Logo fortgeführt. Die Angebote auf online Shoppingseiten wachsen stetig und zahlreich an, weswegen die Hilfe der Regierung dringend benötigt wird, um dem Einhalt zu gebieten. Da diese Produkte aber nicht nur in China, sondern auch in den USA verkauft werden, wird somit auch ein Schlüsselmarkt geschädigt. Die beste Methode dies einzudämmen wäre ein Stop verdächtiger Schiffsladungen, welche die Kopien außerhalb Chinas in die Länder bringen. China sollte im kommenden Jahr daran arbeiten Barrieren in ihren Gesetzten zu überwinden, um diesem Schaffen beizukommen."

Korea:

"Auch in Kora wächst die Internetpiraterie beständig, wobei mehrere Möglichkeiten angeboten werden, damit illegal erstelle Nintendo Software via Umbauten abgespielt werden kann. Dennoch konnten über 75.000 Softwarepiraten ergriffen und entsprechend bestraft werden, was ein deutliches Zeichen dafür ist, dass die Regierung in diesem Fall aktiv ist und strikter gegen die "Diebe geistigen Eigentums" vorgeht. Dies ist vor allem im Zuge des erwirkten Freihandelsvertrages zwischen Korea und den USA enorm wichtig."

Brasilien:

"Die Aktionen des Staates gegen die illegale Softwarepiraterie haben das Problem leider nicht beseitigt und werden als zu mangelhaft eingestuft. Im Jahr 2008 gelang es den dortigen Grenzkontrollen nicht ein einziges Mal, illegal erstellte Nintendo-Produkte aus dem Verkehr zu ziehen. Auch die Piraterie über das Internet konnte nicht eingedämmt werden und wächst weiter an, wobei keinerlei Schritte zur Eindämmung unternommen werden. Hohe Tarife und Steuern setzen außerdem Marktsperren für gesetzmäßige Videospielprodukte fest."

Mexico:

"Die Maßnahmen gegen die Piraterie der mexikanischen Regierung sind komplett unzulänglich. Die Regierung muss dieses Problem endlich ernster nehmen und ihre bestehenden Gesetzeswerkzeuge entsprechend nutzen. Es ist zu loben, dass Mexiko am "Anti-Fälschung-Handelsabkommen" teilnimmt, doch müssen weitere Schritte getätigt werden. Ein weiterer Pluspunkt war die Schulung von Postmitarbeitern, damit diese die entsprechenden Warenzeichen kennen und auseinanderhalten können."

Spanien:

"Die in Spanien verfügbare Zahl von Raubkopien ist höchst alarmierend. Die Internetseiten, welche illegale Kopien anbieten und die ungültige Nintendo-Software verbreiten sind stark angestiegen und müssen adressiert werden. Auch hier hält es Nintendo für nötig, der entsprechenden Ausbildung von Zollbehörden der europäischen Gemeinschaft oberste Priorität einzuräumen, um im Kampf gegen Piraterie erfolgreich zu sein. Zollbehörden spielen hierbei eine enorm wichtige Rolle, um die Rechte geistigen Eigentums zu schützen. Nintendo wäre erfreut über weitere Informationen, inwiefern zukünftig gegen Softwarepiraten vorgegangen wird."

Paraguay:

"Die Korruption im inneren des Landes hemmt die Bemühungen gegen die Softwarepiraterie immens, zumal illegal erstellte Produkte ohne große Schwierigkeiten ins Landesinnere gelangen und auch dort nachproduziert werden. Auch hier sind schärfere Grenzkontrollen und härtere Strafen von Nöten, um das Piraterie-Problem einzudämmen."

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