Studie - Rennspiele machen aggressiver als Shooter

von Frank Bartsch (02. April 2009)

In letzter Zeit sind gerade in Zusammenhang mit den erschütternden Amokläufen von Emsdetten und Winnenden gehäuft wissenschaftliche Studien aufgetaucht, die das Aggressionspotenzial von Computer- und Videospielen wider- und belegen wollten.

In diese Riege reihen sich nun auch Dr. Simon Goodson und Sarah Pearson von der Huddersfield University in England ein. Sie wollten nachweisen, welches Spiele-Genre bei den Probanden aggressionsfördernd wirkt. Dafür zockten 30 Teilnehmer im Alter von 18 bis 45 nacheinander einen Ego-Shooter, ein Rennspiel sowie ein 3D-Tischtennisspiel auf der Xbox 360.

Ihre körperliche Reaktion wurde anhand von Herzfrequenz, Atmung und Hirnströmen gemessen. Dabei kamen die beiden Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass das Rennspiel die Testpersonen am aggressivsten machte, während der Ego-Shooter so gut wie keine veränderten Körperreaktionen hervorrief.

Laut Goodson und Pearson müsse man anhand der Studie die bisherigen Annahmen, dass vor allem Spiele mit grafischer Gewalt Aggressionen fördern würden, überdenken.

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