Deutscher Kulturrat warnt vor Killerspiel-Verboten

von Henning Ohlsen (09. Juni 2009)

Nach den Gesprächen über ein einheitliches Herstellungs- und Verkaufsverbot von Killerspielen vom vergangenen Freitag hat sich nun das Deutsche Kulturamt zu Wort gemeldet. In einer Pressemitteilung vom 7. Juni gab der Spitzenverband der Bundeskulturverbände an, es ginge nicht mehr darum, Kinder und Jugendliche zu schützen, sondern Erwachsene einzuschränken. Somit würde elementar die Kunst-, Presse- und Meinungsfreiheit berührt.

"Bei den jüngsten Vorschlägen der Innenministerkonferenz muss man den Eindruck gewinnen, dass es nicht um Jugendschutz, sondern schlicht nur um Wahlkampf geht", erklärte Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates. "Der Jugendschutz und die Kunst-, Presse- und Meinungsfreiheit sind viel zu wichtig, um sie den wahlkämpfenden Innenministern von Bund und Ländern zu überlassen."

Erst im vergangenen Jahr wurde das Jugendschutzrecht verschärft. Seit dem 1. Juli 2008 sind die Indizierungskriterien in Bezug auf Gewaltdarstellungen erweitert und präzisiert worden. Zudem wurde die Mindestgröße der Alterskennzeichnung USK gesetzlich vorgeschrieben, wodurch Kinder und Jugendliche schon jetzt keinen Zugang zu entsprechenden Spielen haben dürfen.

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