Bundesdrogenbeauftragte: "Onlinespiele müssen verboten werden"

von Kevin Lunn (04. Juli 2009)

Neben der Debatte über die sogenannten "Killerspiele" steht nun auch ein Onlinespiele-Verbot zur Diskussion. Es sei unverantwortlich, Spiele wie World of Warcraft bereits ab zwölf frei zugeben und man müsse deshalb vor allem Eltern und Lehrern dabei helfen, "eine Mediensucht im Frühstadium zu erkennen und wirksam zu verhindern", erklärte die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing.

Fachleute stehen dieser Aussage skeptisch gegenüber. Studien ergaben, dass nur vier von 100 Jugendlichen exzessive Internet-Nutzer seien und deshalb auch nicht von einer Suchtgefährdung zu sprechen sei, so Sabine Meixner vom Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie.

Des Weiteren wird vor einer "pauschalen Stigmatisierung von Spielern" gewarnt, die durch den Gebrauch des Begriffs "Sucht" hervorgerufen werden könnte.

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