Gewalt im Spiel fördert das Gedächtnis

von David Ulc (08. September 2009)

Eine Studie der Universität Luxemburg kommt zu folgendem aufschlussreichen Ergebnis: Je höher der Gewaltanteil in Videospielen ist, desto besser wird die darin enthaltene Werbung wahrgenommen.

Beim Spielen eines Rennspiels wurden die Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt: Die erste Gruppe wurde angehalten, viele Gegenstände auf der Strecke einzusammeln, während die andere viele Passanten überfahren sollte.

Der verantwortliche Medienpsychologe André Melzer dazu: "Die Spieler mit der gewalthaltigen Version erzielten signifikant bessere Erinnerungswerte." Diese Information könnte für viele Publisher interessant sein, setzen diese doch immer verstärkt auf Ingame-Werbung. Die In-Game-Ads Branche werde laut Unternehmensberater PriceWaterhouseCoopers ihren Umsatz innerhalb der nächsten vier Jahre von 866 Millionen auf 1,4 Milliarden US-Dollar steigern. Melzer sagt aber auch, dass es keinerlei Informationen darüber gebe, ob die Probanden die beworbenen Firmen positiv oder negativ in Erinnerung behielten.

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