USK-Abschaffung: Topware schießt gegen EA

von Jochen Gebauer (21. September 2009)

Topware-Chef Dirk. P. Hassinger hat sich in der Diskussion um die geforderte USK-Abschaffung klar zur Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle bekannt. In der aktuellen Ausgabe des International Games Magazine wirft er EA-Vertriebschef Gerhard Florin vor, die Bodenhaftung verloren zu haben. Florin hatte im Rahmen der gamescom in Köln die Abschaffung der USK und die Einführung des international üblichen PEGI-Standards gefordert.

"Seine Kritik an der Arbeit der USK und insbesondere der Vorschlag, diese abzuschaffen und durch PEGI zu ersetzen, ist völlig realitätsfremd und kann eigentlich nur durch Unkenntnis der Sachlage erklärt werden. Ich wage mal zu bezweifeln, dass Herr Dr. Florin jemals eine Alterseinstufung bei der USK oder bei PEGI selbst beantragt hat oder er sich auch nur im Entferntesten damit auskennt", so Hassinger.

Überhaupt hält Hassinger wenig von PEGI. Das System sei eine "Gelddruckmaschine", die Prüfung der Spiele eine "Farce". Bei der USK hingegen werde jeder Titel durchgespielt, die Einstufung sei verbindlich und das Ganze koste gerade einmal die Hälfte einer PEGI-Kennzeichnung.

Florin legt er nahe, einfach auf Spiele mit extremer Gewaltdarstellung zu verzichten. "Eigentlich braucht man solche Spiele, die von der USK keine Alterskennzeichnung erhalten, doch nicht wirklich. Wenn Sie das nun Selbstzensur nennen wollen: ja, mag sein. Man muss aber nicht alles machen, was Geld bringt." Und er fordert Florin auf, sich bei den Mitarbeitern der USK zu entschuldigen: "Die machen nämlich einen hervorragenden Job. Wenn Sie jemals ein Spiel selbst eingereicht hätten, wüssten Sie das aus eigener Erfahrung."

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