"Expertenkreis Amok" fordert Killerspiele-Verbot

von Leon Hetges (01. Oktober 2009)

Der "Expertenkreis Amok", ein Gremium, das nach dem Amoklauf in Winnenden gegründet wurde, fordert ein Killerspiel- und Paintballverbot.

So heißt es aus dem Gremium: "Es wird empfohlen, den Bund aufzufordern, das Verbot von gewaltverherrlichenden Darstellungen, v. a. bei Computerspielen (off- und online), durch Änderung des Strafgesetzbuches im Rahmen der verfassungsrechtlichen Schranken auszudehnen. (...) Repressivere Vorgaben für Computerspiele erscheinen nur dann sinnvoll, wenn auch vergleichbare Situationen mit echten Waffen bzw. realen Paintballspielen sanktioniert werden. Es wäre paradox, das virtuelle Schießen auf Menschen in Computerspielen zu verbieten, während das reale Schießen mit Farbkugeln auf Menschen bzw. mit scharfen Waffen in wirklichkeitsnahen Situationen weiter zulässig bleibt."

Das Gremium ist der Meinung, die Täter würden an den sogenannten Killerspielen ihre Tötungsfertigkeiten trainieren. Dadurch würden Hemmschwellen gesenkt und die Effektivität des Waffengebrauchs gesteigert.

Allerdings stehen nicht nur Spiele im Fadenkreuz des Gremiums. Auch die Internetüberwachung soll ausgedehnt werden, um Inhalte wie Exekutionsvideos effektiv zu bekämpfen. Dazu sollen im Zweifelsfall auch die Provider verpflichtet werden.

Im "Expertenkreis" sind keine Spieler oder Mitglieder der Spieleindustrie vertreten. Stattdessen setzt er sich aus Bürgermeistern, Waffenexperten, Kriminologen, Psychologen, Pädagogen und den Angehörigen der Opfer von Winnenden zusammen.

Den gesamten Bericht findet ihr beim Landesportal Baden-Württemberg.

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