OnLive erhält über 500 Millionen Dollar Starthilfe

von Lukas Müller (01. Oktober 2009)

Das Cloud-Gaming-Projekt OnLive hat von einer Reihe namhafter Investoren Starthilfe erhalten. Die Geldgeber sind das US-Unternehmen AT&T, Time Warner und der Softwarehersteller Autodesk. Zwar sind keine genauen Zahlen bekannt, doch geht das Gerücht um, es hätten zwischen 500 und 700 Millionen Dollar den Besitzer gewechselt.

Die große Zahl an Beta-Testern rechtfertigt das Interesse der Investoren. "Wir haben unsere Prognosen angepasst. Die Zahl der Betatester übersteigt jetzt schon unsere Nutzerprognose für das erste Jahr. Ich denke, wir haben das Interesse unterschätzt", sagt der OnLive-Chef Steve Perlman.

OnLive hat es sich zum Ziel gesetzt, Videospiele per Stream zu ermöglichen. Dabei ist das Spiel auf einem Server installiert, der über ausreichend Arbeitsspeicher, eine gute Grafikkarte und alles, was ein High-End-Rechner braucht, verfügt.

Um ein Spiel zu spielen, öffnet ihr den OnLive-Browser, der euch mit dem Server verbindet. Hier könnt ihr einen Titel auswählen, der dann nicht auf eurem PC, sondern auf dem Server gestartet wird. All eure Tastatur-Eingaben werden ebenfalls an den Server geschickt - zurück sendet er euch die Bilder aus dem Spiel, die dann auf eurem Rechner dargestellt werden. So entsteht ein ständiger Datenaustausch zwischen eurem PC und dem Server. Der Vorteil ist, dass das ständige Aufrüsten eures PCs wegfällt; das übernimmt der Betreiber des Online-Dienstes. Der Nachteil ist, dass ihr eine schnelle Internetverbindung benötigt. Denn alle Befehle, Bilder und Konfigurationen werden über das Internet versandt.

Unterstützt wird OnLive bereits von Publishern wie Electronic Arts, Ubisoft und Take 2 Interactive, die ihre Produkte entsprechend anpassen.

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