Quantic Dreams: "Jeder denkt, in Spielen ginge es nur um Gewalt!"

von Redaktioneller Mitarbeiter (04. November 2009)

Quantic-Dreams-Chef David Cage hat sich zu Heavy Rain geäußert. Bereits vor einigen Wochen gaben die Entwickler bekannt, eine weltweit inhaltsgleiche Version zu veröffentlichen, doch aus diesem Grund müsse man das Spiel schneiden.

Cage äußert sich zu Sex und Gewalt wie folgt: "Solange es in der Story Sinn macht, ist alles erlaubt. Es gibt keine Limits." Die Entschärfung der Spielversion findet keinen großen Anklang bei ihm: "Es geht wirklich nur um die Geschichte, nicht um Sex und Gewalt."

Ebenso zieht er einen Vergleich zu einem klassischen Film-Regisseur: "Wenn ich ein Regisseur wäre, könnte ich so ziemlich alles machen. Als Game-Designer hingegen habe ich so viele Grenzen. Die Gesellschaft denkt weiterhin, Spiele sind nur für Kinder. Sie kapieren es einfach nicht."

Dennoch gibt er zu, dass einige Spiele in der Branche "weit über den Rand hinaus geschossen sind, dazu auf eine sehr dumme Art und Weise." Obwohl "wir nun den Preis dafür zahlen müssen", ist er extrem genervt von gewissen Vorurteilen. Denn "jedes Mal, wenn ein Entwickler etwas tun möchte, wird er mit Menschen konfrontiert, die denken, Videogames bestehen aus Prostitution und Gewalt."

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