Electronic Arts unzufrieden mit deutschem Spielemarkt

von Henning Ohlsen (22. November 2009)

Electronic Arts ist unzufrieden mit seinem Spieleabsatz in Deutschland. "Deutschland ist so fußballbegeistert wie Großbritannien, trotzdem verkaufen wir dort zweieinhalbmal so viele Fußball-Computerspiele wie in der Bundesrepublik. Großbritannien macht neun Prozent des weltweiten Spielemarkts aus, Deutschland vier. Da Deutschland mehr Einwohner hat, müsste das Land eigentlich einen Marktanteil von zwölf Prozent haben", sagt Gerhard Florin, zuständig für das internationale Geschäft außerhalb Nord-Amerikas.

Florin kritisiert weiter, dass es in Deutschland zu wenig gute Spielentwickler gebe. In den USA, Großbritannien, Kanada und Frankreich sei es sehr viel einfacher, fähige Mitarbeiter zu finden. Hierzulande mangle es an einer guten Ausbildung, welche die Spieledesigner und Grafiker auf die extrem hohen Anforderungen der Branche vorbereite: "Deutschland kämpft noch immer mit der gesellschaftlichen Akzeptanz von Videospielen - gerade in der Altersgruppe derer, die entscheiden, welche Ausbildungen angeboten werden."

Weltweit beschäftigt Electronic Arts rund 9.000 Mitarbeiter und setzte 2008 etwa 4,1 Milliarden Dollar um.

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