Weihnachts-Special: Big Business in der Spielebranche 2009

von Josef Dietl (14. Dezember 2009)

Tiefrote Zahlen, Massenentlassungen, Firmenexpansionen: Wir präsentieren euch die fünf einschneidensten wirtschaftlichen Ereignisse der Branche in 2009. Einem Jahr, in dem sich auch die Spielepublisher und -entwickler der weltweiten Finanzkrise erwehren mussten.

5. Disney Interactives dorniger Weg in die Unabhängigkeit

Der Unterhaltungskonzern Disney musste in diesem Jahr mit einem Gewinneinbruch von über 25 Prozent zurechtkommen und verantwortlich dafür ist nur eine einzige Abteilung, Disney Interactive, die Spielesparte des Riesen. Doch die Amerikaner verfolgen langfristige Ziele: Vom lediglich Spiele programmierenden Unternehmen möchte man den Schritt hin zum un-abhängigen Publisher und Entwickler meistern. Das dafür zu beschaffende Know-How und der Aufbau der Infrastruktur verschlucken schnell fast 200 Millionen Euro und belasten den Mutterkonzern, der auf lange Sicht jedoch mit deutlich erhöhten Einnahmen rechnet.

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4. GameStops Erfolg: ein Aufstieg mit doppeltem Symbolcharakter

Die Einzelhandelskette GameStop wird zukünftig auf einer eigenen Plattform Addons verkaufen. Was im ersten Moment wie eine alltägliche Meldung klingt, zeigt zwei der größten Trends des Jahres: Zum einen das Florieren des Gebrauchtspielmarktes, das erst die Expansion GameStops ermöglicht hat. Und zum anderen das Phänomen erfolgreicher Addons. Erweiterungen verdrängen zunehmend Neuveröffentlichungen aus dem Handel, da die spielende Kundschaft lieber auf Altbewährtes als auf Wundertüten zurückgreift.

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3. Nintendos Dauer-Hoch hält nicht an

Nach äußerst erfolgreichen Jahren bei der Erschließung neuer Kundensegmente mittels Nintendo Wii kommt für den Konzern das, was kommen musste: Die Basis der Gelegenheitsspieler beginnt auf Dauer zu wanken. Und da hochwertigen Titel für die Core Gamer fehlen, sinken die Umsatzzahlen der Japaner trotz anhaltendem Erfolg von Nintendo DS und DSi im Geschäftsjahr 2009 um fast ein Drittel. Entscheidend für die Zukunft von Nintendo wird eine sinnvolle Verwendung der Einkünfte aus dem Wii-Geschäft sein.

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2. Sony erreicht Ende der Talsohle mit der Playstation 3

Lange ist er, der Weg, den Sony mit der Playstation 3 bisher gegangen ist. Der Weg vom für eine Vielzahl der Videospieler zu teuren Multimedia-Gerät mit wenigen Blockbustern, über notwendige aber schmerzhafte Preissenkungen bis hin zur Entwicklung der Playstation 3 Slim und dem Erscheinen mehrerer Blockbuster. Auch im zweiten Quartal des Geschäftsjahres verzeichnet der Großkonzern Verluste, wenn sie mit 198 Millionen Euro auch etwas niedriger als zum Vorjahreszeitpunkt ausgefallen sind und einen kleinen Aufwärtstrend bedeuten. Titel wie Uncharted 2, God of War 3, Heavy Rain und Gran Turismo 5 und die deutlich günstigere Slim-Version der Konsole dürften kommendes Jahr für ausreichend Aufwind sorgen.

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1. Microsoft setzt tausende Mitarbeiter vor die Tür

Gleich zu Beginn des Jahres kommt der große Schock: Microsoft entlässt 5.000 seiner Mitarbeiter. Trotz milliardenhohem Jahresüberschuss genügen den Redmondern zwei Prozent Umsatzwachstum nicht, da das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr einen um elf Prozent niedrigeren Gewinn verzeichnet. So müssen tausende Arbeitnehmer ohne die Hilfe von Regierungen ihren Platz räumen.

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Mehr Top-Listen gibt's in unserem großen Weihnachts-Special.

Übrigens, schon gesehn: Unser großes Weihnachtsgewinsspiel in Zusammenarbeit mit Gamesload.

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