Studie beweist: Frauen sind begeisterte Gamer

von Maurice Skotschir (10. März 2010)

Eine Studie von Today's Gamers zeigt, dass viele Frauen genauso gerne wie Männer spielen. "Männer wollen gewinnen und lieben Action", Frauen aber "wollen sich fordern" sagte Psychologe Marcelino Lopez.

Für die Studie wurden, in Zusammenarbeit mit Zylom, 13.000 Personen in den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, England und den USA befragt. Die Untersuchung brachte hervor, dass 65 Prozent der deutschen mit Internet-Zugang PC-Games spielen. Bei den Frauen ist die Altersgruppe der 20-49-Jährigen die eifrigsten Spielergruppe. Doch auch Frauen der Generation 50+ spielen regelmäßig.

Die Männer spielen am häufigsten Spiele, die actionreich sind und in denen es eine Rangliste gibt. Frauen hingegen bevorzugen Spiele wie Denksport, Puzzles und Mahjong. Hein Medema, Manager von Zylom, sagte: "Die Studie macht deutlich, dass die Motivation zum Spielen bei Männern und Frauen sehr unterschiedlich ist. Männer sind hauptsächlich darauf aus, ein Spiel zu gewinnen und wollen einander herausfordern. Frauen geht es vor allem um die Lernerfahrung und das Hirntraining. Sie spielen Games, weil sie sich entspannen möchten, eine Herausforderung suchen oder Langeweile haben. Deshalb entscheiden sich Frauen für Casual Games: einfache Spiele, die man schnell erlernen und deshalb sofort spielen kann."

Einen Grund kann Marcelino Lopez auch nennen: "Frauen haben mehr Sozialkompetenz als Männer und unterstützen einander beim Spielen am PC, anstatt sich gegenseitig zu bekämpfen. Sie verfügen über mehr motorisches Geschick als Männer, können Bilder besser erkennen und sind sprachbegabter. Wenn es um Games geht, entscheiden sich Frauen gerne für Geduldsspiele. Männer sind dagegen stärker aufgaben- und lösungsorientiert und favorisieren Actionspiele. In der Regel haben sie ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen und technisches Verständnis, was für kämpferische Spiele wichtig ist."

Die Studie gibt ebenfalls Aufschluss über den sozialen Stand der weiblichen Gamer. Medema: "Oft wird fälschlicherweise angenommen, dass Gamerinnen ein niedriges Einkommen haben, zumeist alleinstehend sind und sich nicht für andere Online-Aktivitäten interessieren. Die Ergebnisse dieser Studie belegen das Gegenteil. In Wahrheit sind weibliche Spielefans gebildet und in Berufen mit überdurchschnittlichen Einkommen tätig. Viele von ihnen haben hohe Positionen inne."

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