Bezahlen für Demos? Preise von 10 - 15 Dollar sind im Gespräch

von Frank Bartsch (23. März 2010)

Analyst und Branchenexperte Michael Pachter will erfahren haben, dass Electronic Arts künftig nur noch kostenpflichtige Demoversionen herausbringt. Die Gerüchte dementiert der Publisher jedoch vehement.

Nachdem Pachter die Investorenkonferenz von EA besuchte, meldete er sofort der Presse, dass der Publisher an einer neuen Strategie arbeite, um Demos künftig kostenpflichtig herauszugeben: "Ich schätze, dass EA Demoversionen herausgeben wird, die 10 bis 15 Dollar kosten werden. Dafür bieten sie aber drei bis vier Stunden Gameplay. Nach dem Feedback der Presse und der Spieler auf diesen recht tiefen Einblick in das Spiel kann EA noch Veränderungen in die Vollversion einfließen lassen."

Am Beispiel von Battlefield 1943 erklärt Pachter diese Strategie: "Wenn die Entwickler in der Lage gewesen wären, das Spiel mit einer kompletten Kampagne aus dem Zweiten Weltkrieg auszustatten, dann wäre dies ein großartiger Erfolg gewesen." Trotz der Tatsache, dass die Probierversion dann kostenpflichtig sein könnte, hält Pachter diesen Weg für richtig: "EA kalkuliert mit dem geringeren Preis für die Demo auch die geringeren Entwicklungskosten. Zudem haben sie die Möglichkeit, einzuarbeiten was die Fans wünschen oder wegzulassen, was nicht gewünscht ist. In meinen Augen ist dies eine brillante Idee."

EA rudert aber gleich zurück und dementiert, dass Gebühren für traditionelle Demoversionen anfallen würden. Jeff Brown, Pressesprecher von EA, spricht eher von "Projekten und Möglichkeiten, um den Spielern Premium-Inhalte vor, während und nach Herausgabe eines Spiels" zu bieten. Konkret äußert er sich zu den Aussagen von Pachter: "Um es klarzustellen, im derzeitigen EA-Portfolio gibt es keine Preisstrategie für konventionelle Demos."

Wir halten euch auf dem Laufenden, welche "Projekte" EA in Planung hat.

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