Alleine spielen war gestern: Die Gamingtrends von morgen

von Frank Bartsch (25. März 2010)

Quo vadis Gamesbranche? Eine Frage, der sich auf dem Fachkongress Munich Gaming Experten der Branche widmen. Drei Trends stachen bei den Einschätzungen der Fachleute heraus: Mobiles Gaming, digitale Distribution und Social Gaming.

In Podiumsdiskussionen gaben Politiker, Entwickler, Forscher und Fachjournalisten ihre Erkenntnisse dem Publikum preis und stellten sich der Diskussion. Ein Ergebnis führte dahin, dass das mobile Spielen zunehmen wird. Ein Grund dafür ist die Verbreitung der Alleskönner im Mobilfunkbereich, der Smartphones. Nach Prognosen sollen die Geräte immerhin bei 38 Prozent der Handynutzer in 2013 verbreitet sein. Bereits jetzt soll sich nach Statistiken ein durchschnittlicher iPhone-Nutzer bis zu 80 Apps auf sein Gerät herunterladen. Spiele machen dabei einen großen Bestandteil der Anwendungen aus. Martin Lorber, Pressesprecher von EA Deutschland, sieht Potenzial darin, diesen Bereich auszubauen: "Wer nur einfach gestrickte Spiele anbietet, wird auf Dauer nicht erfolgreich sein." Sony sieht diesem Trend allerdings gelassen entgegen und sieht kaum eine Gefahr für die Zielgruppe der Konsolenspieler - diese Einschätzung wurde aber nicht geteilt.

Trend Nummer zwei ist die digitale Distribution. Die Zeiten von Konsolen und Datenträgern soll bald der Geschichte angehören. Streamingdienste wie Onlive oder Playcast stehen in den Startlöchern und bieten Spiele an, die direkt über den Fernseher erworben und gespielt werden können. Die Technik ist noch nicht ausgereift, so dass es zu Eingabeverzögerungen kommt. Aber immerhin ist ein Download von einfachen Casualgames schon längst keine Zukunftsmusik mehr.

Als dritter Trend der Branche wurde das Social Gaming identifiziert. Allein Spielen gerät immer mehr in den Hintergrund. Beispiele wie FarmVille mit 82 Millionen Spielern pro Jahr oder auch der umsatzstarke Dienstleister Zynga sind erste Vorreiter. Allerdings waren sich die Teilnehmer einig, dass Social Games anspruchsvoller werden müssten und vor allem die Interaktion der Spieler immer wieder fordern müssten.

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