Überschuldet: CDV Entertainment meldet Insolvenz an

von Maurice Skotschir (13. April 2010)

Der deutsche Publisher CDV Software Entertainment AG hat heute bekannt gegeben, dass er beim Amtsgericht Frankfurt am Main einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren eingereicht hat. Ein Insolvenzverwalter wird nun prüfen, ob der Antrag gerechtfertigt ist. Schon gestern leitete der Vorstand von CDV den Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit ein.

Im vergangenen Jahr gab es einen Rechtsstreit mit dem US-Publisher SouthPeak Interactive, in dem CDV um eine Rückzahlung von Vorschüssen in Millionenhöhe klagte, die an die englische Tochterfirma Gamecock Media Group gezahlt wurden. CDV gewann zwar den Prozess, aber da SouthPeak noch Darlehensansprüche an CDV hatte, ließ das amerikanischen Unternehmen die Summen gegeneinander aufrechnen. CDV war damit nicht geholfen, da es auf die Zahlungen angewiesen war.

Die CDV Software Entertainment AG wurde 1989 gegründet und feierte Erfolge mit Spiele-Reihen wie Codename: Panzers - Phase One, Cossacks - European Wars. Ihr letzter Titel war das Remake vom ersten Serious Sam: Serious Sam HD.

Eine Insolvenz hat nicht zwingend das Aus für ein Unternehmen zur Folge. Vielmehr können in Verhandlungen zwischen dem Insolvenzverwalter und den Gläubigern Schulden erlassen werden, sodass CDV möglicherweise auch in Zukunft noch Spiele vertreiben kann.

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