Geldschneiderei: Kostenlose Demos bald Geschichte?

von Frank Bartsch (19. April 2010)

Demos geben erste Einblicke in kommende Spiele und können dadurch eine Kaufentscheidung wesentlich beeinflussen. Doch einige Publisher stellen in Frage, ob es künftig noch kostenfreie Anspielversionen geben wird.

Cevat Yerli, CEO von Crytek, sieht den Grund in den hohen Kosten für Demos: "Eine kostenfreie Demo ist ein Luxus, den es nur in unserer Industrie gibt. Bei Filmen kann man auch vorher nicht kurz antesten." Eine Änderung dieser Vorgehensweise schätzt er aber als nicht leicht ein: "Da es jetzt schon sehr lange diesen Luxus gibt und es derzeit Pläne gibt diesen abzuschaffen, beschweren sich die Leute darüber. Die Realität ist aber, dass künftig wohl kaum noch kostenfreie Demos angeboten werden können."

EA geriet vor kurzem in die Kritik, als der Publisher äußerte, dass beispielsweise umfangreiche Demoversionen 10 bis 15 Dollar kosten könnten: "Immer wenn ein Publisher versucht in der Industrie voranzukommen und Geschäftsmodelle verbessern will, steht er in der Kritik. Meist wird er dann als geldgeil angesehen", so Yerli. Er ergänzt: "Solche Entscheidungen sind wenig beliebt, aber müssen auf jeden Fall angedacht werden." Der CEO glaubt, es gäbe ein "ernsthaftes Interesse, mehr als eine kurze und kostenlose Demoversion anzubieten."

In Bezug auf das neue Game aus dem Hause Crytek, Crysis 2, stellt Yerli klar: "Mal abgesehen davon, ob es für unser Spiel eine Demoversion gibt oder nicht, glaube ich, dass allein aus Kostengründen künftig weniger kostenlose Demos herausgegeben werden."

Dieses Video zu Crysis 2 schon gesehen?
Kommentare anzeigen

News gehört zu diesen Spielen

Crysis 2

Crysis-Serie


Crysis-Serie anzeigen

Werdet zu einem Hexer: "Witcher School" in Polen bietet Ausbildung an

Werdet zu einem Hexer: "Witcher School" in Polen bietet Ausbildung an

In Polen könnt ihr euch zu einem waschechten Hexer ausbilden lassen. Doch Vorsicht: Die Betreiber geben an, dass d (...) mehr

Weitere News