Shooterschmiede EA: Interne Konkurrenz oder Harmonie?

von Frank Bartsch (07. Mai 2010)

Was haben die Medal of Honor-Serie, der Battlefield-Franchise und aktuell auch Blockbuster Call of Duty gemeinsam? Richtig, es sind alles Shooter in Kriegsschauplätzen der Gegenwart. Und darüber hinaus? Genau: Es steckt der Mega-Publisher EA dahinter. Kann die hausinterne Konkurrenz gut gehen? Was bedeutet es für die Erfolgsserien, wenn so viele Genrevertreter unter einem Dach entwickelt werden?

Nachdem Call of Duty schon vor einiger Zeit den Schritt in die Gegenwart wagte, ist der aktuelle Teil von Medal of Honor auch dort angekommen. Aber als klar wurde, dass das von den Call of Duty-Machern neu gegründete Studio Respawn nun auch zu EA gehört, stellt sich die Frage, wie die Entwickler von Medal of Honor mit der neuen internen Konkurrenz umgehen. "Sie [Respawn] haben ihre Arbeit und wir [Entwicklung von Medal of Honor] haben unsere Arbeit", erklärt Greg Goodrich, Produzent vom neuesten Medal of Honor. Er ergänzt: "Medal of Honor hat seinen Platz unter den besten Shootern etabliert, so lange wir ein qualitativ gutes Spiel abliefern. Und genau das ist unser Ziel, wir wollen diesen Titel wieder dorthin bringen, wo er einst war." Frank Gibeau, Markenchef von Medal of Honor erklärt zu den Neulingen der EA-Familie: "Eine Partnerschaft mit Respawn ist spektakulär, wir sind wirklich glücklich darüber. Diese Partnerschaft ist wichtig für das wachsende Business von EA." Im Hinblick auf die Entwicklung des Medal of Honor-Franchise bekennt Gibeau: "Mit dem neuen Medal of Honor geben wir der Serie einen Reboot, um unter die Top 10 der Shooter zu kommen. Ich war mit den Verkaufszahlen von Medal of Honor Airborne nicht zufrieden, [...] trotzdem schauten wir in die Zukunft. Für mich war vollkommen klar, dass wir Medal of Honor zurück bringen, aber in einer neuen Art."

Während Medal of Honor mit sinkenden Absatzzahlen kämpfte, startete damals die Battlefield-Serie durch. Doch statt gegeneinander anzutreten, nahmen sich die Macher von Medal of Honor ein Beispiel: "Jeder gute Shooter braucht einen guten Onlinepart", so Gibeau,"der Anreiz eines Shooters äußert sich im Online-Modus und interessanten Modi." Da Battlefield einen guten Online-Modus bietet, bot sich eine direkte Zusammenarbeit an: "Die Jungs von DICE arbeiteten mit unserem Team aus L.A. zusammen und kreierten wirklich gute Dinge im Onlinemodus, die ihr dann auch sehen werdet", verrät Gibeau.

Im Hause EA herrscht also Eintracht und Projekte werden sogar gemeinsam umgesetzt. Wir dürfen gespannt sein, wie es in der Shooterschmiede von EA künftig weiter geht. Der neueste Teil von Medal of Honor, und damit die Neuauflage der Serie, kommt für PS3, Xbox 360 und PC am 14. Oktober 2010 in unsere Läden.

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