Avalanche-Chef: "DRM-Maßnahmen sind lachhaft"

von Redaktioneller Mitarbeiter (26. Mai 2010)

Cristofer Sundberg, Chef von Avalanche (unter anderem Just Cause 2), hat sich in einem Interview zu aktuellen Kopierschutz-Maßnahmen geäußert und findet klare Worte dafür. Er wurde speziell auf den neuen Ubisoft-Kopierschutz angesprochen und kann sowas nicht gutheißen: "Spiele sind Luxus-Entertainment und die Piraterie hat den Markt so sehr erschreckt, dass lachhafte DRM-Maßnahmen implementiert werden, die nur jene Spieler limitieren, die das Spiel gekauft haben, aber die Piraten nicht aufhalten." Obwohl die Verkaufszahlen von PC-Spielen konstant sinken, gäbe es immer noch eine Gruppe leidenschaftlicher PC-Spieler, die ein Spiel verdient haben, das auch für sie entwickelt wurde, so Sundberg.

Er sieht außerdem einen klaren Unterschied zwischen PC- und Konsolenspielen: "Ich glaube, dass PC-Spiele und Konsolen-Spiele zwei Paar Schuhe sind. Wenn wir weiterhin nur Konsolenports entwickeln, anstatt Spiele für den PC designen, wird der PC-Markt unter schlechten Verkäufen, Piraterie und schlechten DRM-Lösungen leiden. Ich glaube, PC-Spieler sind online-Spieler und Online-Spiele sind leicht so zu designen, dass sie gegen Raubkopien geschützt, aber gleichzeitig für die Spieler nicht limitierend sind." Sundberg hofft abschließend, dass künftige PC-Spiele wie Projekte für die Wii oder den DS gehandhabt werden - "eigenständige Projekte mit ihren eigenen Qualitäten".

Interessant dürfte in diesem Zusammenhang sein, dass Just Cause 2 für den PC anfänglich Steam für das Spielen erforderte, dass auch einen teilweise zweifelhaften Ruf inne hat.

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