Bioware: "The Old Republic wird kein WoW-Killer"

von Redaktioneller Mitarbeiter (21. Juni 2010)

Die Kollegen von VG247.com haben ein umfangreiches Interview mit Biowares Daniel Erickson geführt und dabei interessante Sachen erfahren. Jedes neue MMO muss sich zwangsläufig dem Genre-König World of Warcraft stellen - potentielle MMO-Knüller werden häufig als "WoW-Killer" bezeichnet. Im Hause Bioware allerdings möchte man gar keinen WoW-Killer machen. So eine Einstellung sei für die Produktion und Entwicklung contraproduktiv, so Erickson. Bioware versucht zwar, ein Online-Rollenspiel zu erschaffen, das die Spieler langfristig am Ball halten soll, allerdings wird es kein wirklicher WoW-Killer sein. Da Bioware bereits mit Star Wars - Knights of the Old Republic einige Erfahrungen im Star-Wars-Universum gesammelt hat, wird die Story von The Old Republic eng mit der Geschichte von Knights of the old Republic verbunden sein. Gerade die ungeklärten Fragen von Revan, dem Protagonisten des Rollenspiels, sollen geklärt werden. Schließlich war er einst Verbündeter vom Sith-Imperator.

In The Old Republic gibt es einen starken Fokus auf die Einzelspieler-Erfahrung. Jede einzelne Klasse wird eine individuelle und komplett vertonte Storyline haben. Nicht unbedingt neu, aber Erikson verspricht großes: Der Singleplayer-Part soll so umfangreich sein wie noch nie zuvor in einem Bioware-Spiel. Dabei hat jede Klasse auch so ihre Eigenarten in der Story. Solltet ihr zum Beispiel einen Schmuggler spielen, erwartet euch eine humorvolle Geschichte mit vielen derben und lustigen Sprüchen. Als Kopfgeldjäger wird es dagegen sehr viel ernster, düsterer und waffenbetonter. Bioware möchte damit versuchen, die Spieler dazu zu bringen, auch andere Klassen zu spielen.

Bei all dem Fokus auf den Singleplayer-Part stellt man sich natürlich zwangsläufig die Frage, inwieweit The Old Republic noch ein Online-Rollenspiel ist. Laut Erickson ist das eine berechtigte Frage - bisher haben auch nur sehr wenige Menschen den Multiplayer-Part gesehen. Allerdings soll dieser sehr umfangreich sein und wird viele Quests für Gruppen bereithalten. Damit jedoch auch ganze Gruppen eine gute Story erleben können, ist die komplette Story vertont und soll laut Erickson über 50 Star-Wars-Romane füllen können.

Auch die Grafik wird angesprochen. Der Stil des Spiels wirkt sehr comichaft, was natürlich beabsichtigt war. Hätte man eine realistische Grafik genommen, wäre sie in einigen Jahren wieder veraltet gewesen, so Erickson. Einer Comic-Grafik sehe man das Alter allerdings nicht ganz so schnell an. Zudem sei es so auch möglich, mit jener Grafik das Spiel auf leistungsschwachen Rechnern zum laufen zu bringen - so könne man noch mehr Spieler ansprechen.

Obwohl Erickson den Release-Zeitraum um Frühling 2011 bestätigte, sei man sich im Hause Bioware immer noch nicht ganz sicher, wie das Endgame von The Old Republic aussehen soll. Schließlich soll es zum Star-Wars-Universum passen, so Erickson. Auch zum PvP gibt es noch nicht viele Informationen. Es ist lediglich bekannt, dass in PvP-Warzones die verschiedenen Fraktionen gegeneinander antreten können.

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