Nintendo analysiert europäisches Spielverhalten

von Frank Bartsch (12. Juli 2010)

Jeder hat einen anderen Geschmack - so ist das auch bei Videospielen. Doch liegt es auch an den persönlichen Vorlieben einiger Länder, dass beispielsweise in Japan fast jeder ein Gamer ist, während das in Europa nicht so sehr der Fall ist?

"In Europa gibt es große Unterschiede zwischen den Ländern", erläutert Nintendos Präsident Satoru Iwata auf einer Investorenkonferenz. "Im Vereinigten Königreich ist die Spielerschaft beispielsweise so breit aufgestellt wie in den USA, während deutsche Spieler eher rar gesät sind. Die Akzeptanz von Videospielen in der deutschen Gesellschaft scheint recht gering zu sein, was auch bedeutet, dass es dort viele Menschen gibt, die eher feindselig den Spielen gegenüber stehen." Seiner Meinung nach resultiert dieser Umstand vor allem daraus, dass westliche Spiele oft einen kriegerischen Hintergrund haben und daher die Gesellschaft, auch wegen der deutschen Vergangenheit, skeptisch solchen Spielen gegenüber steht. Frankreichs Spielergemeinde hingegen würde eher zwischen der U.K. und Deutschland stehen. Iwata sieht den Schlüssel für Erfolge darin, dass die einzelnen Bevölkerungsgruppen eher verstanden werden sollten und somit zielgerichtetes Marketing statt finden könnte.

Auch in Nintendos Portfolio finden sich die Unterschiede. Während sich New Super Mario Bros Wii in Europa eher schlecht verkaufte, ist die Professor Layton-Serie eine Verkaufsschlager auf dem alten Kontinent.

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