88 Millionen Dollar Strafe: Blizzard gewinnt Streit um World of Warcraft

von Frank Bartsch (17. August 2010)

Blizzard hat vor Gericht einen entscheidenden Erfolg gegen einen Betreiber eines Piratenservers verbuchen können. Scapegaming stellt unautorisiert das MMO World of Warcraft auf eigenen Servern zur Verfügung und verlangt von Usern Abo-Gebühren. Nun muss Scapegaming insgesamt 88 Millionen Dollar Strafe dafür zahlen.

Die Summe setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen: Drei Millionen Dollar für entgangene Gewinne, 85,4 Millionen Dollar Schadensersatz und 64.000 Dollar Anwaltskosten. Der Verklagte hatte auf die Klage von Blizzard nicht reagiert, so dass der Rechtsstreit nun automatisch zu Gunsten von Blizzard entschieden wurde. Die Privatserver erlauben es Spielern durch Veränderung des Spielablaufes, die eigenen Charaktere bedeutend schneller zu entwickeln als im Original-Spiel.

Blizzard hatte Scapegaming bereits im vergangenen Oktober beschuldigt, unrechtmäßig Gebühren von den Spielern zu verlangen. Im Jahr 2008 spielten angeblich täglich 40.000 User auf dem Server von Scapegaming.

Unklar ist, ob Scapegaming die geforderten 88 Millionen Dollar überhaupt zahlen kann.

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