Activision-Boss gegen den Rest - Die Schlammschlacht geht weiter

von Frank Bartsch (28. September 2010)

Der CEO von Activision, Bobby Kotick, schoss gestern scharf gegen Respawn Entertainment, Double Fine und Electronic Arts. Prompt folgte das Echo aus dem Hause EA und Double Fine.

Der Rundumschlag von Bobby Kotick bleibt natürlich nicht ohne Folgen. Nachdem der umstrittene CEO kürzlich die Unternehmenskultur von Electronic Arts angegriffen hat, meldet sich nun EAs Communications VP Jeff Brown zu Wort. Sein Statement ist recht eindeutig: "Koticks Beziehung zu talentierten Studios ist durch diverse Rechtsstreitigkeiten sehr gut dokumentiert." Damit bezieht sich Brown auf die Rechtsstreitigkeiten zwischen Activision und Double Fine sowie Infinity Ward.

Doch damit nicht genug. Brown legt noch einen drauf: "Seine Firma basiert auf drei Franchises - einer ist eine fantastische, persistente Welt, mit der er nichts zu tun hatte, einer verliert immer mehr Kundschaft und der dritte ist gerade dabei, von Koticks eigener Überheblichkeit zerstört zu werden." Womit der Mann von EA sich eindeutig auf World of Warcraft, Guitar Hero und Call of Duty bezieht.

Auch Tim Schafers Double Fine lässt die harsche Kritik nicht auf sich sitzen. "Es ist wirklich schade, dass er nicht mich persönlich anspricht, sondern die Arbeit meines hart arbeitenden Teams - Leute, die er damals feuerte." Kotick bezeichnete in seinem letzten Interview Double Fines Brütal Legend als "nicht mal ansatzweise gutes Spiel" und wollte so seine Entscheidung unterstreichen, dass Activision den Titel damals nicht veröffentlichen wollte.

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