Nintendo kämpft weiter gegen Videospiel-Piraterie

von Dennis ter Horst (08. November 2010)

Der Mario-Konzern ist noch lange nicht fertig mit der illegalen Verbreitung von Raubkopie-Geräten, die das Urheberrecht verletzen. Zu diesen gehören zum Beispiel R4-, N5-, M3- und DSTT-Module, die eine Zeit lang für den Nintendo DS angeboten wurden. Diese umgingen die technischen Schutzmaßnahmen des Geräts und ermöglichten so das Spielen von Games, die lediglich aus dem Internet geladen und auf das Modul übertragen wurden. Ein von Nintendo verklagter Vertreiber erklärte sich schuldig, diese rechtswidrigen Module verkauft zu haben.

Das dadurch erlassene Urteil nimmt Nintendo als erneuten Anlass dazu, noch einmal mehr auf das Piraterie-Problem hinzuweisen: "Diese Urteile stärken uns den Rücken im Kampf gegen Produktpiraterie. Was uns besonders wichtig ist: Wir wollen das allgemeine Bewusstsein dafür schärfen, dass Produktpiraterie kein Kavaliersdelikt ist, und dass der Kampf dagegen nicht zuletzt im Interesse der Videospieler liegt. Anspruchsvolle Spiele und Konsolen zu entwickeln, kostet sehr viel Geld. Wir müssen die geistige Arbeit, die dahinter steht, also wirkungsvoll schützen, damit sich Videospiel-Fans auch in Zukunft immer wieder auf neue, originelle Spielideen freuen können", so Dr. Bernd Fakesch, General Manager von Nintendo Deutschland.

2008 haben deutsche Gerichte bereits verkündet, dass die Benutzung und Verbreitung solcher Module nicht gestattet ist. Im diesjährigen Januar sprach sich auch das Oberlandesgericht München durch eine rechtskräftige Entscheidung dazu aus. Da dieses Problem nicht nur national besteht, kooperiert Nintendo bereits mit vielen anderen Ländern. In den USA, Australien, Hong Kong, Italien, Spanien oder auch den Niederlanden liegen bereits Gerichtsentscheidungen vor. Darüber hinaus dient der Kampf gegen Videospielpiraterie nicht nur Nintendo, da schließlich viele kleinere Entwicklungsstudios auf ihre Spiele angewiesen sind und somit kaum eine Chance haben.

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